Turteltaub Siegfried

Siegfried Hosea Turteltaub

*14.6.1921 Recklinghausen-Süd; oo 1937 nach Palästina, dort umbenannt in Jehoshua Tor; Sohn; +25.4.1985 in Kiryat Tivon

Staatsangehörigkeit polnisch

Vater Gustav Hetzel Turteltaub* 3.7.1893 in Krzemieniec, Galizien; Tod im Ghetto Tarnow

Mutter Towa Taube Julie Eule *6.8.1895 in Nowa Wies, Galizien

Bruder Simon Turteltaub *7.8.1926 in Recklinghausen-Süd

Beruf Landwirtschaftlicher Arbeiter

Adressen Recklinghausen-Süd; Herne, von der Heydt-Straße 62; Haifa

Heirat Hilde Geula Joske *3.5.1924 in Leipzig; +23.7.1992 in Haifa

Onkel und Tante

Chaim Salomon Flaumenhaft *31.5.1884 in Tarnow oo Chana Flaumenhaft geb. Eule *22.4.1887 in Nova Wies; beide mit Tochter Hermine Ida aus Bochum auch nach Zbaszyn deportiert (Biografie und Stolpersteine in Bochum)

Simche Sigmund Eule *5.12.1899 in Nowa Wies

Kinder

Amos Tor *29.9.1945 in Givot Zaid Haifa

Ein weiterer Sohn

Weiterer Lebensweg

9.3.1929 Umzug der Familie von Recklinghausen-Süd nach Herne

7.5.1936 Ausstellung des Passes von Siegfried in Essen

23.8.1937 Siegfried nach Palästina aus Herne abgemeldet

30.8.1937 Ankunft in Haifa von Siegfried

29.10.1938 Eltern und Bruder Simon nach Polen abgeschoben

Am 28. und 29. 10.1938 wurden in der „Polenaktion“ 17.000 Bürger polnischer Herkunft verhaftet, in örtliche Gefängnisse oder Sammellager verbracht und mit bewachten Sonderzügen bei Zbąszyń (Bentschen), Beuthen und Chojnice (Konitz) gewaltsam über die polnische Grenze gedrängt. Die polnische Regierung weigerte sich, sie ins Land zu lassen. Bereits am 31. 10. 1938 begann die polnische Polizei damit, die Stadt weiträumig abzusperren. Die Abgeschobenen wurden in der alten Kaserne und deren Pferdeställen untergebracht.

Familie Turteltaub weiter nach Tarnow, vermutlich zu dort lebenden Verwandten Turteltaub oder Flaumenhaft,

4.7.1939 Hilde Joske (Kaufhaus Joske in Leipzig) mit dem Kindertransport nach Schweden,

1941 Hilde Joske über Iran nach Palästina

Februar 1944 endgültige Auflösung des Ghettos Tarnow

29.9.1945 Geburt von Amos Tor

16. 12. 1946 Einbürgerung in Palästina für Jehoshua und Hilde sowie Sohn Amos in Givot Zaid Haifa

Gedenken

11.11.2019 Stolpersteine für Familie Flaumenhaft in Bochum, Am Kortländer 8

23.11.2018 Stolpersteine für Hilde Turteltaub geb. Joske und Familie in Leipzig

Quellen

Meldekarten Stadtarchiv Herne

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de983292

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de545254

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de983296

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/2289/joske-familie

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Turteltaub&s_firstName=&s_place=Herne&s_dateOfBirth=&cluster=true

https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W2BM5E4Z088BOCMDE/$File/249_251_Fam_Flaumenhaft.pdf

http://www.herne.de/kommunen/herne/ttw.nsf/id/DE_Nahtstellen

https://wiki.hv-her-wan.de/index.php?title=Nahtstellen,_f%C3%BChlbar,_hier:_Schulstra%C3%9Fe

Gedenkliste der Stadt Herne, Opfer der Shoah aus Herne und Wanne-Eickel

https://wiki.hv-her-wan.de/index.php?title=Opferliste_der_Shoah_aus_Herne_und_Wanne-Eickel

www.youtube.com/watch?v=BvwiLReN1no

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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