Grünebaum Artur

Artur Grünebaum

*3.2.1917 in Herbede

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Salomon Grünebaum *27.2.1885 in Herbede; + März 1943 in Auschwitz

Mutter Berta Karbe *20.10.1880 in Herbede; + März 1943 in Auschwitz

Geschwister

Betty Grünebaum *1914 in Herbede

Beruf

Adressen Herbede, Am Berge 3; Paderborn

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

10.11.1938 Verhaftet im Novemberpogrom,

„Schutzhaft“ in Sachsenhausen;

22.12.1938 Vater Sally entlassen aus Sachsenhausen

29.1.1939 Artur entlassen aus Sachsenhausen

1939 Flucht der Schwester Betty nach England

9.9.1940 aus Herbede ins Umschulungs- und Einsatzlager Paderborn

27.2.1943 Befehl von Wilhelm Pützer (1893-1945), Leiter des Judenreferats der Gestapo-Außendienststelle Bielefeld, das „jüdische Arbeitseinsatzlager in Paderborn“ aufzulösen und deren Insassen und weitere Juden aus dem Sprengel bis zum 1. März, also zwei Tage später, nach Bielefeld zu bringen, wo sie „spätestens“ bis 13 Uhr im „Saal der Eintracht“ eintreffen mussten.

1.3.1943 Auflösung des Arbeitslagers Paderborn; mit der Bahn nach Bielefeld; mit Bussen ins Sammellager Saal im Haus der Gesellschaft „Eintracht“ am Klosterplatz

2.3.1943 40 Stunden im geschlossenen Güterwaggon, Transport Bielefeld über Hannover – Erfurt – Dresden nach Auschwitz mit allen 98 Chawerim aus dem Arbeitslager

3.3.1943 Ankunft und Selektion in Auschwitz; Ernst Michel berichtet:

„Es gab nun zwei Reihen, beide rückten langsam voran. Männer an eine Seite, Frauen an die andere. … Issy schlurfte neben mir. Er war in Paderborn einer der charismatischen und zuverlässigsten Leiter. Er war dynamisch, optimistisch und stets hilfsbereit. Er war stark wie ein Stier. Er hatte Lilo in Paderborn geheiratet einige Wochen vor unserer Deportation. Sie war bereits auf der anderen Seite. Tränen rannen sein Gesicht hinunter. Ich berührte ihn. Er nickte nur.“

Artur kommt ins Arbeitslager Buna Monowitz, Häftlingsnummer 104 939

1.3.1943 Eltern ebenfalls auf dem Transport Düsseldorf – Dortmund nach Auschwitz

Tod von Artur und den Eltern in Auschwitz

Gedenken

2.3.2015 Stolperstein für Artur, die Eltern und Schwester Betty Grünebaum in Herbede, Am Berge 3

5.4.1990 Page of Testimony von Paderborn-Chawer Alfred Ohnhaus

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Margit Naarmann, Ein Auge gen Zion, Paderborn, 2000; ISBN3-89498-087-7

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de880161

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de880191

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de880439

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT430302_15.jpg

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=1919825&ind=1

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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