Davids Inge

Inge Ingeborg Davids

*22.12.1923 in Bochum; ✡ nach dem 3.5.1942, Ort und Datum des Todes unbekannt

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Sally Davids * 3.6.1883 in Hüls, Krefeld; ✡ nach dem 3.5.1942

Mutter Else Capell *22.1.1896 in Bochum; ✡ nach dem 3.5.1942

Großvater Viktor Capell *25.8.1868 in Neuss; +13.2.1945 in Cook, Illinois

Großmutter Ida Oppenheimer *27.3.1872 in Essen

Bruder

Werner Meinsche Davids *25.12.1928 in Bochum; 13.8.1968 in New Jersey

Beruf Schülerin

Adressen Bochum, Graf-Engelbert-Straße 24, Goethestraße 20, Wilhelmstraße 16

Heirat

Kinder –

Weiterer Lebensweg

28.12.1922 1.1.1923 Onkel Max auf SS „President Fillmore“ von Bremen nach New York

22.-30.4.1936 Onkel Heinz (Arzt in Frankfurt) auf der SS „Washington“ von Hamburg nach New York

16.7.1938 Verkauf der Fa. Victor Capell oHG, Weiß- und Kurzwaren Hellweg 9

9./10.1938 Verwüstung der Wohnung in der Graf-Engelbert-Straße 24

10.11.1938 Vater Sally Davids verhaftet; deportiert ins KL Sachsenhausen

16.12.1938 Entlassung Davids aus „Schutzhaft“ Sachsenhausen

3.1.1939 Bruder Werner mit Kindertransport nach Holland; Ilse war „zu alt“

13.-18.4.1939 Großeltern Viktor und Ida auf der SS „Washington“ von Hamburg nach New York

Heimatkontakt Schwiegersohn Sally Davids

Umzug der Familie in die Wohnung der Großeltern in Bochum, Goethestraße 20

4.5.1939 Verkauf des Hauses Goethestraße 20 durch Else Davids

17.5.1939 bei Minderheiten-Volkszählung

April 1940 beide Großeltern bei Onkel Max bei US-Census

14.5.1940 Bruder Werner auf dem letzten Schiffstransport auf der SS BODEGRAVEN nach Liverpool

28.4.1942 Deportation von Inge und den Eltern in die Turnhalle des Sportvereins „Eintracht“ in Dortmund

30.4.1942 Deportation mit 791 Juden vom Sammellager zum Dortmunder Südbahnhof am Heiligen Weg deportiert nach Zamosc

3.5.1942 Ankunft in Zamosc

Tod nach dem 3.5.1942, Ort und Datum des Todes unbekannt

März 1947 Bruder Werner aus Manchester -> USA zu Onkel Dr. med. Heinz Harry Capell und Tante Elisabeth Ochs geb. Capell

Gedenken

30.10.2009 Stolpersteine für Sally, Else und Tochter Inge in der Graf-Engelbert-Straße 24

Grabsteine für die Tanten Elfriede und Irma Capell auf dem Jüdischen Friedhof Bochum

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de851012

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de851034

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de851048

https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W28AZEED865BOLDDE/$FILE/106_108_davids_sally_else_und_ingeborg.pdf

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 3238); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 5796); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6313); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Ralf Piorr / Peter Witte (Hg.) Ohne Rückkehr. Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg nach Zamość im April 1942; Klartext, Essen 2012

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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