Schuftan Alfred

Alfred Schuftan

*27.6.1922 in Breslau; ✡ 30.9.1942 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Bernhard Schuftan *23.5.1892 in Alt Poppelau; ✡1

Mutter Klara Jacob; ✡ ?

Geschwister

Oskar Schuftan *29.6.1920 in Poppelau; oo 1945 Hanni Schelansky (*1924)

Cousin Fritz Schüfftan *5.9.1925 in Breslau; ✡17.5.1943 in Auschwitz

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Breslau; Ahrensdorf; Wieringermeer; Amsterdam

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

1938 Vater angeklagt wegen Steuerhinterziehung und Unterschlagung

15.6.1938 Vater verhaftet in der Aktion Arbeitsscheu (ASR), inhaftiert in Buchenwald

10.11.1938 Bruder Oskar verhaftet im Novemberpogrom, „Schutzhaft“ in Buchenwald

5.1.1939 Entlassung des Bruders aus dem KL Buchenwald

10.1.1939 Entlassung des Vaters aus dem KL Buchenwald

8.3.1939 Bruder Oskar aus Breslau zur Hachschara in die Niederlande, Werkdorp Wieringermeer

Alfred zur Hachschara ins Landwerk Ahrensdorf, Pfadfinderbund Makkabi HaZair

17.5.1939 Alfred in Ahrensdorf bei Minderheiten-Volkszählung

1939 (September?) Cousin Fritz zur Hachschara ins Landwerk Ahrensdorf

21.8.1939 Emigration in die Niederlande, Werkdorp Wieringermeer

20.3.1941 Auflösung des Werkdorp durch den SD; 210 der 290 Lehrlinge werden nach Amsterdam verbracht und in Familien untergebracht; Gerd Vollmann berichtet darüber:

„Am 20. März kamen morgens blaue Busse von der Amsterdamer Gemeindebahn am Rande des Polders. … Die ca. 300 Werkdörfler wurden inspiziert durch Lages in Uniform (Willy Lages, SS-Sturmbannführer, Leiter des Sicherheitsdienstes in Amsterdam) und Barbie in Zivil (Klaus Barbie, SS-Obersturmführer, Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Amsterdam). Unser Betriebsleiter Kemmerlin sorgte dafür, dass ca. 60 Jungen und Mädels bleiben durften, um das Vieh usw. zu versorgen. Die anderen kriegten 10 Minuten die Gelegenheit, um etwas zu packen und dann wurden wir mit Bussen nach Amsterdam gebracht…“

Mit Bruder Alfred auf der Theo-van-Bock-Straat

8.8.1941 Alfred in die Jekerstraat 5, wo viele junge Werkdorper wohnten

14.7.1942 Nach Razzia in Amsterdam deportiert zur Registrierung nach Westerbork

15.7.1942 auf dem ersten Transport aus den Niederlanden nach Auschwitz

30.9.1942 Tod in Auschwitz

4.3.1943 Vater Bernhard in der Fabrikaktion auf dem 34. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

17.5.1943 Tod von Fritz Schüftan in Auschwitz

Oskar Schuftan als „onderduiker“ in Limburg

Bruder Oskar und Frau Hanni überleben als „onderduiker“ in Limburg

22.10.1945 Geburt der Tochter Yvonne Sylvia in Cuyk bei Nijmegen (oo Kepple)

1.-10.3.1947 Oskar mit Frau Hanni und Tochter auf der MS GRIPSHOLM von Göteborg nach New York; Ziel Schwiegervater Eduard Schelansky in New York

Gedenken –

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Sch%C3%BCftan%22%7D

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de968965

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de968970

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de968982

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1156323

https://www.werkdorpwieringermeer.nl/en/alfred-schuftan-2/

https://www.joodsmonument.nl/en/page/226321/alfred-sch%C3%BCftan

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130371870

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7298); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Anneliese Ora Borinski, Erinnerungen

Herbert Fiedler, Eine Geschichte der Hachschara; Verein Internationale Begegnungsstätte Hachschara-Landwerk Ahrensdorf e.V

Herbert und Ruth Fiedler, Hachschara, Hentrich & Hentrich 2004

http://www.hachschara-ahrensdorf.de/html/body_anfang.html

Naftali-Rosenthal-Ron, Aufblitzende Erinnerungen, Autobiografie; deutsche Übersetzung von Alice Meroz, Berlin 2015

Urs Faes, Ein Sommer in Brandenburg, Suhrkamp 2015

https://objekte.jmberlin.de/person/jmb-pers-12574/Herbert+Sonnenfeld?se=Suche&qps=q%3DSonnenfeld

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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