Herbert Schwarz
*4.12.1921 in Dorstfeld, Dortmund; ✡ 1.11.1981 in Naharija
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Otto Schwarz *18.10.1889 in Esch; ✡7.9.1942 in Kulmhof
Mutter Frieda Hirsch *20.6.1889 in Kobern; ✡ 7.9.1942 in Kulmhof
Geschwister
Berthold Schwarz *10.12.1913 in Dorstfeld, Dortmund; ✡ ?
Hugo Schwarz *9.10.1915 in Dorstfeld, Dortmund; ✡ ?
Ruth Schwarz * 31.1.1927 in Dortmund; ✡ 7.9.1942 in Kulmhof
Beruf –
Adressen Dortmund; Köln; Rüdnitz; Friedersdorf
Heirat Francis Kornblüh *3.5.1919; ✡1.11.1981 in Naharija
Kinder
Weiterer Lebensweg
Umzug der Familie von Dortmund nach Köln
Juni 1939 Herbert Schwarz zur Hachschara ins Lehrgut Wecker bei Rüdnitz
Das Hachschara-Gut Skaby in Friedersdorf
September 1939 Herbert Schwarz zur Vorbereitung auf die Sonderhachschara 2 in Gut Skaby bei Friedersdorf
Das Hachschara- Lager auf Gut Skaby in Friedersdorf, Kreis Beeskow bestand ab der Einrichtung im Mai 1939 für 40 Chawerim bis zur Auflösung am 27.2.1943 in der reichsweiten „Fabrikaktion“; alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert, so auch in den benachbarten Lagern Gut Winkel und Groß Breesen.
September 1939 Herbert Schwarz zur Vorbereitung auf die Sonderhachschara 2 in Gut Skaby bei Friedersdorf
September 1939 Herbert Schwarz auf der Liste der ortsansässigen Juden des Landrates des Kreises Beeskow-Storkow
Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2
12.10.1939 Herbert Schwarz und Max Schneider aus Gut Skaby zusammen mit den Chaluzim aus Gut Winkel Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien
14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest
6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen
26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA
15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert
22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa
24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung
29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluß von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung
29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlith verbracht
18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager
20.2.1940 Registrierung in Atlith; gibt als Referenz an , als Gemeindeältesten (Dokument D/1048/40/CHU);
29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlith
Die Brüder Hugo und Berthold können ebenfalls nach Palästina emigrieren.
Schwester Ruth Schwarz war zeitweilig auch in Rüdnitz und Friedersdorf gemeldet
Juli 1941 Ruth Schwarz als angestellte Haushilfe bei Dr. Meyer, Düsseldorf, Duisburger Straße 77
Düsseldorf – Ghetto Lodz
Als ihre Eltern den Deportationsbefehl erhalten, geht Ruth mit den Eltern auf den Transport

27.10.1941 Schwester Ruth mit den Eltern ab Düsseldorf ins Ghetto Lodz
September 1942 Ruth Schwarz mit den Eltern aus dem Ghetto Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof
1.11.1981 Tod in Naharija
Gedenken
–
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de970336
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de970630
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de970690
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-47.jpg
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11198872
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/82492238
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.ushmm.org/online/hsv/person_view.php?PersonId=9983104
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316