Gaba Gittel

Gittel Gaba

*4.1.1910 in Frankfurt; ✡ vor 1945 in Polen, Lublin

Staatsangehörigkeit polnisch

Vater Moses Gaba *1872 in Berditschew; ✡23.2.1924 in Frankfurt

Mutter Beile Mondra *13.10.1880 in Berditschew; ✡ vor 1945 in Polen, Lublin

Geschwister

Leser Gaba *13.11.1906 in Berlin; ✡ vor 1945 in Polen, Lublin

Isaak Gaba *1913; ✡27.1.1914 in Frankfurt

Frieda Gaba *19.9.1914 in Frankfurt; ✡1942 mit Sohn Micha nach Izbica

Neffe Micha Gaba *6.2.1938 in Berlin;

1939 Micha Gaba im Kinderhaus der weiblichen Fürsorge in Frankfurt

Beruf landwirtschaftliche Praktikantin

Adressen Frankfurt, Uhlandstraße 21; Hattenhof; Fulda

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 mit der Mutter und Geschwistern in Frankfurt bei Minderheiten-Volkszählung

Das jüdische Umschulungslager Gehringshof

21.7.-16.10.1935 Gittel Gaba zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Gehringshof in Hattenhof bei Fulda; Träger ist der Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘;  Träger zuletzt die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland RVJD.

Der Gehringshof wurde 1929 erworben von der Kibbuz-Haddati-Bewegung, Mitglied im Bachad, zuvor in Betzenrod und Rodges, ab April 1934 auch Kibbuz Hag Shamash

 Die Ausbildung erfolgte auch auf den umliegenden Bauernhöfen. Neben dem Gehringshof bestanden in Hessen Hachscharalager in Grüsen, Külte bei Volkmarsen und Lohnberghütte bei Weilburg.

16.10.35 abgemeldet nach Fulda

8.12.1935 erneut auf dem Gehringshof angemeldet

24.1.1936 abgemeldet nach Frankfurt

5.5.1942 Schwester Frieda und Sohn Micha abgemeldet aus Frankfurt, so dass wohl eher die Deportation vom 8.5.1942 nach Izbica wahrscheinlich ist; es ist zu vermuten, dass Gittel, die Mutter Beile und Bruder Leiser ebenfalls auf diesen Transport gingen

Gedenken

Quellen

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de872379

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de872380

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de872374

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de872378

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de872383

https://www.platz-der-vergessenen-kinder.de/assets/de/1/Ff_Kinderhaus_HT24.pdf

http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Gehringshof

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78790374

Arolsen Archives, Arolsen Signatur DE ITS 2.1.1.1 HE 016 JÜD 7 ZM

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

BILDER & DOKUMENTE – הכשרות החלוץ בגרמניה – דור המשך (hachshara-dor-hemshech.com)

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/13.pdf

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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