Thekla Steinwell geb. Schapira
*10.5.1914 in Frankfurt;
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater unbekannt
Mutter (?)Mirjam Schapira geb. Katz *15.12.1878 in Schweksin, Litauen
Geschwister
unbekannt
Beruf KIndergärtnerin; Landwirtschaftliche Arbeiterin
Adressen Frankfurt, Feststraße 16 II; Tikøb, Dänemark; Halmstad, Schweden
Heirat 14.1.1940 in Tikøb mit Sally Salomon Sol Steinwell *5.1.1915 in Fürth; ✡ Juni 1978 (1996?) in New Orleans
Tochter
Marion Steinwell * 1945 in Göteborg; oo Miller ;
Enkel Stephen Miller
Weiterer Lebensweg
17.5.1939 Mutter Mirjam in Frankfurt, Feststraße 16 II bei Minderheiten-Volkszählung
Volkszählung in Dänemark
5.11.1940 Bachad-Chawerim bei dänischem Census in Tikøb

Thekla und Salomon Steinwell erfasst in Tikøb, Lynge Kronborg, Frederiksborg; sie wohnen in einer Wohngemeinschaft mit den Chawerim Judasia Einhorn, Theodor Fürst, Rosa Kreitstein, Max Mahr, Margret Trattner, Samuel Wildstein
Ebenfalls in Tikøb

Irmgard Klonower, Nathan Königshofer, Isaak Martin, Leopold Martin, Otto Reiter, Ernst Samosch, Bruno Schmitz, Siegfried Schuss, Ludwig Strauß, Oskar Tisser
Ausnahmezustand in Dänemark 1943
1939 Emigration nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen
9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943
29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen
17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung in Dänemark
September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark
„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.
28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.
Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

13.10.1943 Thekla und Sally Steinwell auf einem Fischkutter von Moen nach Trelleborg
Der BACHAD Hachschara Kibbuz in Halmstad
Oktober 1938 Salomon Adler-Rudel von London an Emil Glück in Stockholm, ob möglichst bald eine orthodoxe Hachschara in Schweden gegründet werden kann um die deutschen Chaluzim aus Ricavo in Italien herauszuholen. (Adler Rudel war 1936 bis 1945 Repräsentant der deutschen Juden in internationalen Organisationen und Administrator des Central British Fund for German Jewry (CBF) in London, Emil Glück Leiter der Hachschara in Schweden)
1939 Daraufhin Gründung des BACHAD-Kibbuz in Halmstadt, Schweden
Herbst 1939 die Villa des Kibbuz brennt aus; das Zentrum mit Hilfe anderer Komitees wiederaufgebaut.
1940 lebten in Halmstadt etwa 20 Chawerim des BACHAD
Auswanderung nach New Orleans

29.6.-10.7.1946 Thekla, Salomon und Tochter Marion auf der SS STAVANGERFJORD von Göteborg nach New York, finanziert vom Jewish Aid Committee in Kopenhagen

Ziel ist Betty Intro, Schwester von Sally in New Orleans
Deportation nach Minsk
1942 Deportation der Mutter Mirjam von Frankfurt nach MInsk
Gedenken
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Quellen
Volkszählung in Dänemark von 1940
https://www.mappingthelives.org
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/76876044
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411129-Fuerth4.jpg
https://www.statistik-des-holocaust.de/II25-34.jpg
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7139); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947