Katzmann Emmi

Emilie Katzmann

*25.11.1913 in Burgsteinfurt; ✡ 1.12.2011 in Haifa

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Hermann Zwi Katzmann *5.9.1879 in Flieden Fulda; ✡ 1954 in Israel

Heirat der Eltern 11.5.1911 in Burgsteinfurt

Mutter Paula Bendix *14.10.1884; ✡Dez. 1964 in Israel

Geschwister

Siegfried Katzmann *15.8.1912 in Burgsteinfurt; ✡ 18.9.1998 in Des Moines

Elfriede Shlomit Katzmann *31.7.1915 in Osnabrück; ✡28.5.2005 in Jerusalem; oo Andries Hoek

Liesel Katzmann *12.2.1918 in Burgsteinfurt; ✡ ?

Hete Margot Katzmann *13.10.1919 in Osnabrück; ✡ 1982 in Israel

Vater Hermann Zwi Katzmann ; ✡1

Mutter Paula Bendix

Geschwister

Siegfried Katzmann *15.8.1912 in Burgsteinfurt; ✡ 18.9.1998 in Des Moines USA

Beruf Landwirtschaftliche Praktikantin

Adressen Burgsteinfurt; Osnabrück, Möser Straße 43

Heirat Max Samuel Weiser *1912

Kinder

Weiterer Lebensweg

Umzug der Familie Katzmann von Burgsteinfurt nach Osnabrück

1934 Schwestern Elfriede und Liesel Katzmann wandern aus nach Palästina

Schwester Hete Katzmann zur Hachschara auf den Hof Westerbeck/Stern, Hachscharalager des jüdischen Pfadfinderbundes „Makkabi Hazair“ auf Gut Westerbeck in Westerkappeln

8.2.1938 kurz vor der Auflösung des Hachscharalagers Hete abgemeldet aus Westerkappeln nach Osnabrück

Landwerk Altkarbe

Emmi Katzmann zur Hachschara in das Landwerk Altkarbe in der Neumark, heute Polen, bestand zwischen 1933 und 1936 auf dem Gut Obermühle des jüdischen Landwirts Siegmund Levy. Die Chaluzim kamen zumeist aus dem Makkabi Hazair. Das Lager wird auf Veranlassung des Reichskriegsministers zum 1.8.1936 durch die Staatspolizeistelle Frankfurt/Oder geschlossen, „da es sich in unmittelbarer Nähe zu militärischen Anlagen befindet. … Die Lagerinsassen wurden in das Umschulungslager in Havelberg untergebracht.“

Nach ihrer Alija gründeten die Chaluzim aus Altkarbe den Kibbuz Maʿayan Zvi bei Haifa.

Emilie Katzmann zur Hachschara ins Landwerk Altkarbe

Führerkursus 15.-26.4.1936 in Gut Winkel

15.-26.4.1936 Sechs aus Altkarbe nahmen an dem Führerkursus des Makkabi Hazair auf Gut Winkel teil: Heinz Gochsheimer, Kurt Gundermann, Marianne Hartog, Emmi Katzmann, Hans Liepmann, Ilse Spiegel.

März 1938 Alija von Emilie Katzmann nach Palästina

Die Ereignisse in ihrer Familie

Novemberpogrom

10.11.1938 Bruder Siegfried im Novemberpogrom verhaftet; ca 60-80 Männer im Schloßhof  in Osnabrück interniert

11.11.1938 Bruder Siegfried „Schutzhaft“ im KL Buchenwald dort wird er Zeuge an der brutalen Ermordung des Holzhändlers Leopold Simon aus Quakenbrück am 14. November, von Siegfried Meyer aus Alfhausen am 22. November und Julius Silbermann aus Osnabrück am 28. November 1938.

13.12.1938 Entlassung des Bruders aus dem KL Buchenwald

22.-28.4.1939 Bruder Siegfried auf der SS NIEUW AMSTERDAM von Rotterdam nach New York

Heimat Adresse Vater Hermann in Osnabrück

1.5.1939 Hete K. Einreise in England mit „domestic permit“

17.5.1939 Beide Eltern in Osnabrück, Möserstraße 43 bei Minderheitenzählung

13.11.1939 Passausstellung für Hete K. in London

6.1.1940 Ankunft von Hete in Haifa mit Hechaluz Studentenzertifikat B III

1940 Eltern zunächst nach Stockholm, später nach Israel

13.5.1942 Einbürgerung von Hedwig Katzmann in Palästina

Gedenken

Quellen

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Sieghard Bußenius, Die Ausbildungsstätte des Hechaluz auf dem Brüderhof bei Harksheide, HaGalil 2007

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Hubertus Fischer, Hachschara in der Neumark: Altkarbe, Dragebruch und Heinersdorf. Drei kaum bekannte jüdische landwirtschaftliche Ausbildungsstätten, 2018

Jüdische Einwohner von Westerkappeln seit 1933 mit Belegungsliste Westerbeck, erstellt von der Gemeinde Westerkappeln am 14.11.1946

Personenkarte von Hof Stern in Westercappeln, Westerbeck Nr. 74

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

http://www.flurgespraeche.de/wp-content/uploads/2016/05/Kurzbiographie_Katzmann.pdf

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6321); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Gisbert Strotdrees, Kibbuz Westerbeck (Hof Stern), in: Hachschara als Erinnerungsort, 12.12.2022

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/4

https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/ein-kibbuz-in-westfalen

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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