Spier Josef

Jo Josef Spier

*11.2.1916 in Amsterdam; ✡ 22.9.2009 in Bergen

Staatsangehörigkeit Niederländer

Religion jüdisch

Vater Abraham Spier *2.2.1886 in Amsterdam; ✡11.3.1962 Amersfoort

Mutter Lea Bonettemaker *22.9.1888 in ASD; ✡8.2.1889

Geschwister

Rachel Spier *16.4.1914 ASD; ✡ 18.11.1943 Auschwitz; oo Willem Spaans

Tilly Spier *31.12.1920 in ASD; ✡23.7.1943 Sobibor; oo Zwartverwer

Beruf Schriftsetzer, Typograph; Betriebsleiter

Adressen

Heirat  8.11.1939 Helena Doof *29.6.1914 Amsterdam;

10.10.1946 Scheidung von Helena Hoof

Zweite Ehe 30.10.1946 in Den Haag mit Ursula Lewy *30.12.1920 in Berlin

26.11.1952 Scheidung von Ursula Lewy

Dritte Ehe Tijitske van Beek

Vierte Ehe Stien Pullen

Kinder

Paul Spier *31.7.1945

Tilly Spier Rivka Spier

Weiterer Lebensweg

10.5.1941 Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande

Jo Spier verliert seine Position als Betriebsleiter in der Stempelfabriek J.W. Posthumus NV. in Amsterdam

Februar 1941 Jo Spier war einer der Anführer des Februar-Streiks

Langjähriger Einsatz für die Buitenschool Jeugdzorg des Joodse Raad in Amsterdam

29.9.1943 steht der SD vor seiner Haustür, um ihn zu verhaften; er kann im letzten Moment über das Dach entfliehen.

Er geht in Rotterdam ins Versteck, wird aber nach drei Monaten gefasst; er nutzt eine kurze Unachtsamkeit seiner Bewacher und kann erneut entfliehen

Februar 1944 erneute Verhaftung in Rotterdam

Kamp Westerbork

Der SD bringt ihn zur Internierung in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

Für die Fälschung von Passierscheinen fertigt er einen Unterschriftenstempel mit der Unterschrift des Lagerkommandanten Gemmeker an, der nach seiner Aussage 14 Häftlingen das Leben rettete.

Der Stempel ist noch heute in Westerbork zu bewundern.

Schon am 8.2.1944 wird er auf die Transportliste gesetzt

8.2.1944 Mit dem Westerweel Netzwerk kann er aus Westerbork entfliehen und bis zur Befreiung des Südens der Provinz Limburg im Dezember 1944 untertauchen.

Gedenken

Quellen

https://www.dedokwerker.nl/jo_spier.html

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130378724

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Spier%201916%22%7D

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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