Hanna de Leeuw/Hammelburg/Dovrat
*4.4.1921 in Emden; ✡26.6.2012 Haifa
Staatsangehörigkeit Niederlande
Religion jüdisch
Vater Jakob de Leeuw *27.9.1883 in Winschoten, NL; ✡ 7.9.1942 Auschwitz
Heirat der Eltern 26.7.1918 in Leer
Mutter Meta de Vries *14.2.1895 in Leer; ✡ 7.9.1942 Auschwitz
Geschwister
Bernhard de Leeuw/Dovrat*2.6.1918 in Emden; ✡ ?
Ilse de Leeuw *14.12.1925 in Emden; ✡ nach 1999 in Israel
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen –
Heirat Bernard Hammelburg *1.10.1920 in Rotterdam; ✡ 18
Kinder
Tochter Dovrat; oo Mainz
Weiterer Lebensweg
Ostern 1927 Einschulung in der jüdischen Volksschule in Leer

1931-1934 Besuch des Oberlyceum Leer; wegen ihrer hervorragenden Leistungen wird für sie eine „Freistelle“ beantragt (Freistellung vom Schulgeld)
1.7.1933 Bruder Bernhard nach Groningen
1.6.1934 Austritt aus dem Oberlyceum, offizielle Begründung „um sich zu kräftigen“
20.12.1935 Hanna de Leeuw nach Groningen
1.8.1938 Die Eltern und Schwester Ilse folgen nach Groningen
26.2.1940 Umzug der Eltern nach Zandvoort
Kibbuz Franeker
Der 1935 von einem Arzt aus Franeker gegründete Kibbuz der religiösen Zionisten des Misrachi „Dath we Eretz“ bestand bis zu seiner Auflösung durch eine Razzia am 3. November 1941.
Träger Misrachi/ Dath Waäretz; Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘. Die Hachschara Organisation hieß Dath Waäretz

13.6.1940 Hanna de Leeuw von Franeker zu den Eltern nach Zandvoort
5.7.1940 abgemeldet aus Zandvoort nach Amsterdam

1943 geht sie ins Versteck und kann bis zum Kriegsende überleben „VOW“
Mantello Zertifikat
Schwester Ilse erhält einen Pass von El Salvador, von György Mandel Mantello anerkannte Staatsbürgerschaft, einem ungarischen Juden, der für den Konsul von El Salvador in Genua arbeitet
Amsterdam-Westerbork- Auschwitz
Wegen des Räumungsbefehls für alle Juden in den Küstenregionen mussen die Eltern Zandvoort verlassen
Verhaftung der Eltern in Amsterdam, eingesperrt in der „Hollandse Schouwburg“
3.9.1942 Bahntransport nach Hooghalen, Transport nach Hooghalen. Zu Fuß ins Kamp Westerbork.

Im Kamp Westerbork erfolgte nur die Registrierung; anschließend zu Fuß zurück zur Station Hooghalen. Die Trasse Hooghalen-Westerbork wurde erst im November 1942 fertiggestellt.
4.9.1942 Deportation von Hooghalen nach Auschwitz
Nachkriegszeit
15.8.1945 Hanna de Leeuw wieder in Amsterdam
23.7.1946 Ankunft von Hanna und Bernard Hammelburg in Haifa auf der SS ANDRE-LEBON
3. 4.1946 Heirat in Amsterdam
3.7. 1946 abgemeldet aus Amsterdam zur Alija nach Palästina

23.7. 1946 Ankunft von Hanna und Bernard Hammelburg in Haifa auf der SS ANDRE-LEBON
15.1.1947 Alija von Schwester Ilse auf der SS OCEAN VIGOR
Gedenken
–
Quellen
https://oops.uni-oldenburg.de/525/1/beyjue06.pdf
https://www.leer.de/media/custom/1778_58_1.PDF?1263831022
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130328757
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Hammelburg%20Carel%22%7D
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316