Hiegentlich Willy

Willy Hiegentlich

*14.10.1919 in in Vlaardingen, Pompenburgsingel; ✡3.9.1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit Niederlande

Religion jüdisch

Vater Hartog Hiegentlich *24.9.1880 in Assen; ✡4.6.1943 in Sobibor

Mutter Lea Leons *10.10.1882 in Rotterdam; ✡4.6.1943 in Sobibor

Geschwister

Alfred Hiegentlich *11.3.1913 in Rotterdam; ✡ 30.11.1943 in Sobibor

Beruf Hauswirtschaftliche Praktikantin

Adressen Rotterdam, Harddraverstraat

Heirat 12.11.1942 in Hummelo mit Robert Feblowicz *5.5.1920 in Samter; ✡ 31.3.1944 Auschwitz

Kinder

Weiterer Lebensweg

Umzug der Eltern von Rotterdam nach Scheveningen, Bosschestraat 133

21.10.1939 von Rotterdam nach Den Haag

23.3.1940 nach Rotterdam

24.8.1940 zusammen mit Esther Blok Amsterdam Pl. Franschelaan 11 bei Hartog Frank, Nachbargebäude des späteren Jeugdhuis Plantage Franschelaan 13 in Amsterdam (ab November 1941)

Kibbuz Dat veEretz  Beverwijk

Willy Hiegentlich in den religiösen Kibbuz Beverwijk, dort ist sie für ein Jahr zur Hachschara

Der Kibbuz bestand von 1937 bis Ende 1940; Träger Misrachi/ Dath Waäretz/Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘. Die Hachschara Organisation hieß Dath Waäretz

September 1940 Räumungsbefehl für alle Juden in den Küstenregionen

Auflösung wegen Räumung der Küsten nahen Gebiete ab Oktober 1940

Neugründung in Laag Keppel zwischen Dieren und Doetinchem

Ein Teil geht in den Nachfolge Kibbuz Laag-Keppel, andere nach Loosdrecht

Der Kibbuz Laag  Keppel bei Hummelo

Willy Hiegentlich wechselt in den Dat veEretz Nachfolge Kibbuz in Laag Keppel bei Hummelo

21.7.1941 Robert Feblowicz kurzzeitig im Kibbuz Franeker (bestand 1935 bis Dezember 1941)

1941 Erwin Heinemann und Ernst Hartmann nach Hummelo in den Kibbuz Laag Keppel; der Kibbuz bestand von 1941 bis zur Räumung im März 1943

8.4.1941 Edith Bravmann (1939-1940 in Steckelsdorf) kommt in den Kibbuz Laag-Keppel

1.5.1941 Edith arbeitet als Küchenhilfe im Kibbuz Laag Keppel

12.8.1941 Robert und Willy wechseln in den Kibbuz Laag Keppel, Rijksweg

Dez. 1941 Karola Frohmann (mit Tochter Eva) als Hauswirtschaftsleiterin tätig; sie war bis Juni 1939 Hauswirtschafterin in Steckelsdorf

1942 die Chaluzim des Kibbuz Beverwijk kommen hinzu

12.11.1942 Heirat mit Willy Hiegentlich in Hummelo

29.3.1943 Ankündigung der „Evakuierung“; einzelne Kibbuzim wie Gustav Simon versuchen unterzutauchen, werden aber verraten und verhaftet.

10.4.1943 Festnahme aller Kibbuzbewohner, interniert im KL Vught, Baracke 2a

6.6.1943 Verlegung einer ersten Gruppe vom KL Vught in das Judendurchgangslager Westerbork

29.5.1943 Verlegung einer Gruppe ua. Robert Feblowicz, Manfred Michel und Ernst Hartmann nach Moerdijk, ein Außenlager des KL Vught beim Hafen von Rotterdam in alten Lagerhallen; es bestand vom 27.3.1943-Ende Februar 1944;

Verbringung der Männer ins Außenlager Moerdijk, Nieuwe kamp, Baracke 8, Nr. 903

2.7./3.7.1943 Verlegung der Chaluzim aus Moerdijk ins polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork Strafbaracke Nr. 67

6.7.1943 Ernst Willi Hartmann aus Strafbaracke 67 in Westerbork auf den nächsten, jeweils dienstags abgehenden Wochentransport nach Auschwitz

4.7.-Ende August 1943 Versuche für Robert Feblowicz eine „Palestina verklaring“ zu bekommen; deshalb zunächst vom Transport zurückgestellt

Juli/August 1943 der Versuch scheitert, mittels Palestina-Verklaring die drohende Deportation zu verhindern

31.8.1943 auf Transport von Westerbork mit Ehefrau Willy und Manfred Michel nach Auschwitz

3.9.1943 Tod von Willy Hiegentlich nach Ankunft in Auschwitz

31.8.1944 Tod von Robert Feblowicz in Auschwitz

Scheveningen-Westerbork- Sobibor

21.11.1942 Festnahme der Eltern in Scheveningen, Internierung in Westerbork

1.6.1843 beide Eltern deportiert von Westerbork ins KL Sobibor

4.6.1943 Tod der Eltern in den Gaskammern von Sobibor

Gedenken

15.10.1986 Pages of Testimony für die Familie Feblowicz von Cousine Ursula Schein

Quellen

www.joodsmonument.nl/en/page/226594/willy-feblowicz-hiegentlich

www.werkdorpwieringermeer.nl/de/willy-feblowitz-hiegentlich-2/

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Hiegentlich%22%7D&page=3

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de492110

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1721011

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de863992

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/354611

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5148555

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5839445

https://yvng.yadvashem.org/ad

http://www.werkdorpwieringermeer.nl/en/robert-feblowitz/

https://www.joodsmonument.nl/en/page/226598/robert-feblowicz

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Hiegentlich%22%7D&sort=%7B%22order_i_datum%22:%22asc%22%7D&page=5

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My