Osias Hirschhaut
*25.12.1920 in Dobromil; ✡ 14./15.8.1942 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos
Religion jüdisch
Vater Mojzesz Hirschhaut *5.5.1991 in Dobromil; ✡ 23.7.1943 in Sobibor
Heirat der Eltern 25.9.1915 in Dobromil
Mutter Pessel Horowitz *10.9.1890 in Kanczuga; ✡23.7.1943 in Sobibor
Geschwister
Jakob (1912), Leja, Ester Rachel, Berisch, Ruben Leib (1918) und Srul Wolf Hirschhaut (1926); alle in Dobromil geboren
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant; Maschinensticker
Adressen Dobromil; Amsterdam, Nieuwe Amstelstraat 21; Franeker
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
1932 die Familie zieht nach Amsterdam
Vater Mojzesz ist Vorleser/Chasan in der Synagoge
17.8.1934 Bruder Jakob emigriert nach Palästina
Kibbuz Franeker
Der 1935 vom Arzt Dr. Jacob und seiner Frau Lina Bramson aus Franeker gegründete Kibbuz der religiösen Zionisten des Misrachi „Dath Waäretz“ bestand bis zu seiner Auflösung durch eine Razzia am 3. November 1941.
Träger Misrachi/ Dath Waäretz; Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘. Die Hachschara Organisation hieß „Dath Waäretz“
29.3. 1934 als erster Chaluz von Franeker bezieht Wolf Tempel ein Zimmer an der Dijkstraat 1;
April 1935 Anmietung des alten Bahnhofsgebäude am Harlinger Weg 45 für den des Kibbuz Franeker es konnte etwa 25 Bewohner aufnehmen, anfangs waren es 10-15, zuletzt bis zu 30 Chalutzim. Zuvor wohnten die Chaluzim in den Haus Noorderbolwerk 13.
Jacob Bramson kümmerte sich persönlich um die sorgfältige Auswahl die Bauernhof-Stellen.
Die geistliche Betreuung übernahm Oberrabbi Lewinson aus Leeuwarden
16.8.1937 Osias Hirschhaut kommend angemeldet im Kibbuz Franeker. Er arbeitet bei Bauer Schat in Arkens.
Osias Hirschhaut beendet die Hachschara und zu seinen Eltern nach Amsterdam zurück.

26.10.1937 Osias Hirschhaut abgemeldet aus Franeker nach Amsterdam, Nieuwe Amstelstraat
Kamp Westerbork
21.7.1942 Osias Hirschhaut auf einem der ersten Massentransporte von Westerbork nach Auschwitz; an der Rampe in Auschwitz wird er noch zur Zwangsarbeite selektiert; er bekommt die Häftlingsnummer 50822; in Juli 1942 wurden die Nummern 44 233 bis 54 422 vergeben.

14./15.8.1942 Tod in Auschwitz
26.5.1943 Einweisung der Eltern in das Kamp Westerbork
Schleppende Korrespondenz mit Palästina wegen einer Palästina-Verklaring, da Sohn Jakob sich bereits dort befindet
20.7.1943 beide Eltern auf Transport nach Sobibor, bevor die Frage entschieden ist.
Gedenken
2022 Joods monument Kibboets Franeker Harlingerweg mit 24 Opfernamen
Quellen
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Hirschhaut%22%7D
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130307491
https://www.myheritage.de/research
https://historischcentrumfraneker.nl/inwoners
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947