Theodora Dora Goldbach- Wolffs
*16.11.1882 in Altenberge; ✡1943 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos
Religion jüdisch
Vater Abraham Goldbach *1847 in Brakel; ✡ 2.5.1937 in Meschede
Mutter Helene Steinberg * 1837 in Wolbeck; ✡1898 in Münster, Clemens-Hospital
Geschwister
Emmi Goldbach* 15.6.1880 in Altenberge; ✡17.6.1933 Suizid in Lüdenscheid; oo David Goldberg
Olga Goldbach *14.6.1878 in Hofstede (heute Bochum); ✡ 25.2.1943 in Auschwitz
Beruf Hausfrau
Adressen Aurich, Julianenburger Straße 3; Hannover; Braunschweig
Heirat Abraham Meloch Wolffs *14.9.1872 Aurich-1942) *; ✡ ?
Kinder
Siegfried u. Ziezilla Wolffs *4.11.1909 in Aurich; die Zwillinge starben kurz nach Geburt
Cäcilie Wolffs *27.9.10 in Aurich; ✡in Riga; oo Adolf Behr (1891-1940), zog nach Hannover
Helena (Hella) Jette Wolffs *6.6.13 in Aurich; ✡1945 Schlewe/Pommern; oo Hans Goldschmidt (20.1.1902-02.1942 Salaspils),;
Lotte Wolffs *27.10.19 in Aurich, Hannover; ✡17.7.1946 in Hannover
Weiterer Lebensweg
17.5.1938 mit Ehemann Meloch in Aurich, Julianenburger Straße 3
Judenvertreibung aus Ostfriesland/Oldenburg
Januar 1940 Anordnung der Gestapo-Leitstelle Wilhelmshaven: Ausweisung der in Ostfriesland lebenden Juden „aus militärischen Gründen“ bis zum 1. April 1940.
Vor dem 1. April 1940 Umzug von Dora und Mann von Aurich nach Braunschweig, ihre Kinder ziehen nach Hannover.
Dora und Meloch Wolffs zuletzt im Judenhaus „Am Gaußberg“ 1 in Braunschweig; das mehrgeschossige Gebäude gehörte dem Ehepaar Anna und John Landauer.
1942 seien Dora und Meloch Wolffs aus Braunschweig deportiert worden; bis dato hieß es „Datum und Ziel unbekannt“
Deportationen aus Braunschweig
21. Januar 1942, Ziel: Riga
31. März 1942, Ziel: Warschauer Ghetto
11. April 1942, Ziel: „in den Osten“, verm Ghetto Warschau
6. Juli 1942, Ziel: Theresienstadt
11. Juli 1942, Ziel: ev. KL Auschwitz
24. Juli 1942, Ziel: KZ Theresienstadt
3. Oktober 1942, Ziel: „in den Osten“
2. März 1943, Ziel: Auschwitz
Fabrikaktion
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“ als Vorbereitung auf die „Fabrikaktion“
1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, u.a. alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.
Thomas Freier, Autor von „Statistik des Holocaust“ kommt hier zu dem Schluss:
„Dazu kamen vermutlich 16 Menschen aus dem Land Braunschweig. Zu ihnen gehörten 6 aus der Stadt Braunschweig, darunter die Ehepaare Oskar und Erna Mendel, Moses und Rosa Seckels sowie Abraham und Theodora Wolffs, die laut dem Eintrag in den Meldekarten am 2.3.43 nach „unbekannt ausgewandert“ sind .“
Gedenken
2009 Stolpersteine für Schwester Helene und Hans Goldschmidt in Hannover-Linden, Blumenauer Str. 10
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4687185
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5179659
https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_nwd_43a.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Judenh%C3%A4user_in_der_Stadt_Braunschweig
https://www.myheritage.de/research
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947