Blumenfeld Eduard

Eduard Blumenfeld

*10.11.1919 in Dessau; ✡? in Auschwitz

Religion jüdisch

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Karl Blumenfeld *16.12.1890 in Bismark; ✡11.5.1942 Kulmhof

Mutter Margarete Elias *27.5.1896 in Dessau; ✡ 13.5.1942 Kulmhof

Geschwister

Ruth Blumenfeld *7.9.1921 in Dessau; ✡ 13.5.1942 Kulmhof

Ilse Blumenfeld 8.12.1934 in Berlin; ✡ 13.5.1942 Kulmhof

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Dessau; Berlin, Auguststraße 19, IV rechts, Grünauer Straße 31; Groß Breesen;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Überseegruppenwanderer Lehrgut Groß Breesen

Mai 1936 Eröffnung des nichtzionistischen Übersee-Gruppenwanderer Lehrgutes Groß Breesen; im Gegensatz zu anderen Lagern ist Groß Breesen nicht an jüdische Organisationen gebunden, war jedoch stark geprägt vom Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (C.V., assimiliert, liberal, national)

1936-1939 Curt „Bo“ Bondy Lagerleiter und pädagogischer Leiter, auf Bitten von Leo Baeck; von vielen ‚Groß-Breesenern‘ wurde er als charismatische Persönlichkeit, der sie viel zu verdanken haben, verehrt. Unterstützt wurde er von Ernst Cramer, einem älteren Praktikanten.

Leiter der landwirtschaftlichen Ausbildung war Oberinspektor Erwin Scheier, dessen Frau Ruth oblag die Hauswirtschaft, Tischlermeister Max Kiwi die Schreinerei.

10.11.1938 Überfall der SA auf den Hof in Groß Breesen, alle über 18-Jährigen Männer werden mit einem Bus abgeführt und ins KL Buchenwald gebracht, auch Curt Bondy, der als Homosexueller besonders gefährdet war; die Frauen und Jungen bleiben auf dem Hof zurück.

Scheier wird als Verwalter abgelöst von Dingethal, der wiederum wegen Fronteinsatz von Inspektor Hildebrandt: Nachfolger von Bondy wird Walter Bernstein.

17.5.1939 Eduard Blumenfeld mit den Eltern und den Schwestern Els und Ruth in Berlin, Grünauer Straße 31 bei Minderheitenzählung

1939 Eduard Blumenfeld zur Umschulung ins Überseeauswanderer Lager Groß Breesen

31.8.1941 Gestapobefehl: Das Lehrgut Groß Breesen wird Arbeitslager. Viele Umschüler verlassen das Gut und gehen in die Forsteinsatzlager im Kreis Lebus oder in ihre Heimatorte.

Deportationen

24.10.1941 beide Eltern mit Ilse und Ruth von Berlin ins Ghetto Lodz

11.7.1942 Eduard auf dem 19. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11223782

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1037115

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1036938

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1036880

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1036887

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Werner Angress, Generation zwischen Furcht und Hoffnung, 1985

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_sln_43a.html

Arthur Wolff, Bericht für den Groß Breesen Rundbrief Nr. 24, 1984

Damit es nicht vergessen wird, Bericht in zwei Teilen, 1991

Günter Marcuse, Tagebuch Groß Breesen; Groß Breesen Rundbrief Nr. 23, 1966

https://archive.org/details/jdischesausb001f022/page/n2/mode/1up?view=theater

https://zeitgeschichte-hamburg.de/files/public/FZH/Publikationen_digital/Werner%20T%20Angress%20Generation%20zwischen%20Furcht%20und%20Hoffnung.pdf

https://www.yumpu.com/de/document/read/3840614/21-brief-19-p745-54-gross-breesen-silesia

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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