
Walter Brück/David Barkai
*7.12.1919 in Bingen; ✡ 1889 in HaZore’A in Israel
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Carl Brück *24.6.1879 in Alsenz; ✡ 29.10.1939 in Bingen
Heirat der Eltern 30.12.1918 in Langenlonsheim
Mutter Elisabeth Lilly Natt *24.6.1892 in Langenlonsheim; ✡ vor 1944 in Piaski

Geschwister

Lotte Brück *11.7.1922 in Bingen; ✡ 30.9.1942 in Auschwitz
Beruf Landwirtschaftlicher Arbeiter
Adressen Bingen, Mainzer Straße 31; Barsingerhorn; Wieringermeer
Heirat –
Esther Bergmann; ✡1972 in HaZore’A in Israel
Kinder drei
Zweite Ehe nach 1972 mit Chava Barkai
Weiterer Lebensweg
April 1936 Walter Brück emigriert in die Schweiz
17.5.1939 Beide Eltern in Bingen, Mainzer Straße 31 bei der Minderheitenzählung
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
Anfang 1937 Offizielle Eröffnung der nun fertiggestellten Anlage.
3.5.1938 Walter Brück angemeldet im Werkdorp (JWW)
13.2.1939 Schwester Lotte kommt ins JWW
Alija Beth auf der SS DORA
Juli 1939 76 Werkdorper aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA
16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:
Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.
16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.
17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA
17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)
12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht
Kamp Westerbork
15.7.1942 Schwester Lotte in Westerbork registriert und nach Auschwitz deportiert
30.9.1942 Tod von Schwester Lotte in Auschwitz
Bingen Mainz Piaski
25.3.1942 Deportation der Mutter Lili von Mainz nach Piaski
Gedenken
Stolpersteine für Lili und Lotte Brück in Bingen
Quellen
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de848883
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de848885
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Br%C3%BCck%201922%22%7D
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
http://danielabraham.net/tree/related/dora/
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936, Gemeinde Barsingerhorn, Archiv Alkmaar
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Br%C3%BCck%201922%22%7D