Cohn Hans

Hans Cohn

*12.1.1914 in Breslau; ✡ 4.10.2008 in Haifa

Religion jüdisch

Vater Benno Baruch Cohn*18.11.1876 in Straßburg; ✡ 3.2.1957 in Nahariya

Mutter Martha Grünpeter *11.5.1878 Breslau; ✡ 27.4.1966 in Nahariya

Tante Ernestine Kaiser geb. Grünpeter *17.7.1870 Königshütte; ✡11.12.1942 Theresienstadt

Geschwister

Anni Cohn*19.7.1910 in Breslau; ✡ 2010 in Israel; oo Heinz Groß

Rudi Cohn*12.1.1914 in Breslau ; ✡ 21.4.2009 in Düsseldorf

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Breslau, Schmiedebrücke 55; Düsseldorf; Den Haag; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat 12.1.1938 in Pardes Hana mit Grete Cohen *11.5.1913 Dinslaken; ✡28.7.2002 Haifa

Scheidung 1944

Kinder drei

Esra Cohn *21.3.1940

Ilan Cohn

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 beide Eltern in Breslau, Schmiedebrücke 55 bei der Minderheitenzählung

Hans Cohn zur Hachschara ins Werkdorp Wieringen

25.4.1934 Heinz Cohn von Den Haag kommend angemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt Hans Cohn mit einer kleinen Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

9.10.1935 Margarete Cohen zur Hachschara ins Joodse Werkdorp

21.8.1936 Hans Cohn offiziell abgemeldet nach Palästina

8.9.1936 Einreise des späteren Ehemanns Hans Cohn in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

18.9.1936 Margarete Cohen abgemeldet aus dem Werkdorp zur Alija nach Palästina

19.10.1936 Alija von Margarete Cohen, Einreise in Haifa mit eienm Studentenzertifikat der Jugend-Alija der Kategorie B(III)

12.1.1938 Heirat mit Margarete Cohen

31.12.1938 Margarete und Hans auf der Palästina-Emigrantenliste des Werkdorp mit 118 Chaluzim

21.3.1940 Geburt des Sohnes Esra

10.4.1940 Einbürgerung in Palästina mit Ehefrau Margarete und Sohn Esra

1944 Scheidung

Breslau – Theresienstadt – St. Gallen

Sammellager Grüssau

30.8.-31.8.1942 beide Eltern und Tante Ernestine Kaiser auf dem Transport IX/2 aus dem Sammellager Grüssau Breslau nach Theresienstadt

5.2.1945 Benno und Marta Cohn auf dem „Freiheitstransport“ Transport EW aus Theresienstadt nach St. Gallen, der einzige Freiheitstransport aus Theresienstadt („1 Million Dollar für 1000 Juden“)

7.2.1945 Ankunft in St. Gallen zunächst im Schulgebäude im Hadwig untergebracht

Marta Cohn kommt ins Kantonspital; Benno Cohn nach Belmont

1968 Hans Cohn auf der Ehemaligen Adressliste desWerkdorps

Gedenken

Quellen

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_sln_420830.html

https://www.ushmm.org/online/hsv/source_view.php?SourceId=20929

https://yvng.yadvashem.org/ad

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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