Erich Heumann
*8.10.1912 in Düren; ✡ 28.2.1943 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Max Heumann *26.2.1876 in Gey ; ✡ 24.9.1942 in Treblinka
Mutter Paula Baum *12.3.1874 in Esch; ✡24.9.1942 in Treblinka
Geschwister –
Josef Heumann *1907 in Düren; 27.8.1911 in Düren
Kurt Heumann *24.11.1914 in Düren; ✡vor 1945
Beruf Landwirtschaftlicher Volontär; Klempner
Adressen Düren; Hamburg; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam
Heirat 4.1.1939 in Amsterdam mit Isa Lea Kargauer *31.8.1920 in Hamburg; ✡29.10.1942 in Auschwitz
Kinder
Max Henoch Heumann *24.12.1939 in Amsterdam; ✡29.10.1942 in Auschwitz
Rudolf Heumann *30.1.1942 in Amsterdam; ✡29.10.1942 in Auschwitz
Weiterer Lebensweg
27.7.1933 Emigration mit Isa Kargauer von Hamburg nach Amsterdam, u.a. Weesperstraat 9 II
Hachschara-Lager Ellguth
17.5.1939 Bruder Kurt in Falkenberg Klein Schnellendorf bei der Minderheitenzählung
Hachschara-Lager Ellguth bei Steinau, Schlesien auch als Klein Schnellendorf bei Falkenberg bezeichnet (bis 1938 in Trägerschaft des Hechaluz, Erstausbildung und mittlere Hachschara, dann des Bachad)

Januar 1939 Wiedereröffnung des Lagers Ellguth mit 40 Chaluzim
2.2.1937 Rückkehr aus Argentinien
Erich Heumann zur Hachschara ins Werkdorp Wieringen
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
Anfang 1937 Offizielle Eröffnung der nun fertiggestellten Anlage.
4.1.1939 Heirat in Amsterdam mit Isa Kargauer
10.6.1939 wieder in Amsterdam gemeldet, Valkenburgerstraat 79 II
21.11.1939 offizielle Abmeldung aus dem Werkdorp

1941 in Amsterdam
Deportationen
Kamp Westerbork
7.8.1942 Erich Heumann eingewiesen ins polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

3.-5.10.1942 Ehefrau Isa ins Kamp Westerbork mit den Söhnen Max und Rudolf
26.10.1942 von Westerbork nach Auschwitz
Düsseldorf – Theresienstadt – Treblinka
25.7.1942 beide Eltern auf Transport VII/2 von Düsseldorf nach Theresienstadt

21.9.942 beide Eltern auf Transport B p von Theresienstadt nach Treblinka
Gedenken
8.9.2007 Stolpersteine für Erich, die Eltern und Bruder Kurt in Düren, Aachener Straße 57
Quellen
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de863132
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de863199
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de863204
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130306218
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Heumann%20Erich%22%7D
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Kargauer%22%7D
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer