Egon Tallert
*14.6.1910 in Pless; ✡12.10.1941 in Zasavica
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Hugo Tallert *13.2.1882 in Antonienhütte; ✡ 6.3.1943 in Auschwitz
Mutter Frieda Weissenberg *29.5.1883 in Weissenberg; ✡7.4.1941 in Breslau
Religion jüdisch
Geschwister
Martin Tallert *22.11.1906 in Nikolai; ✡Dez. 1943 in Auschwitz
Vera Tallert *5.3.1908 in Nikolai, Pless; ✡ 12.11.1992 USA; oo Fritz Riesenfeld
Adressen Breslau, Kronprinzenstraße 27;
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
17.5.1939 Vera Tallert mit den Eltern und den Brüdern Martin und Egon in Breslau, Kronprinzenstraße 27 gemeldet bei der Minderheitenzählung
Der Kladovo-Transport
Vom Hechaluz Österreich organisierte Alija beth, Sonderhachschara SH-5 mit dem Plan über die Donauroute, Schwarzes Meer, Mittelmeer letztlich Palästina illegal zu erreichen.
19.11.1939 mit etwa 15 Chaluzim aus Ahrendorf zunächst von Trebbin mit der Bahn nach Berlin: Martin Hirsch, Madrich in Ahrensdorf, begleitet die Chaluzim und war einer der Leiter der Sonderhachschara 5.
21.11.1939 von Berlin Bahnfahrt nach Wien.
24./25.11.1939 mit 822 von Wien nach Bratislava; dort kamen weitere 130 aus Berlin, 50 aus Danzig, 100 aus Prag
Anfang Dezember auf die SS URANUS zunächst nach Gyor; dann wieder zurück nach Bratislava
12.12. 1939 weiter nach Bezdan
14./15.12.1939 in Budapest auf drei jugoslawischen Schiffen SS Kraljica Marija, Car Dusan and Car Nikola zur jugoslawisch-rumänischen Grenze. Die Rumänen verweigern die Einreise
18.12.-30. 12.1939 in Prahovo
31.12.1939 die Schiffe liegen im Winterliegeplatz in Kladovo, die Flüchtlinge bleiben an Bord
Januar 1940 ein umgebauter Schleppkahn wird angehängt, um mehr Platz zu haben
Mai 1940 die Schiffe fahren ab, die Flüchtlinge suchen bei Bauern Unterkunft
18.8.1940 Ausstellung eines Pass für – in Kladovo
19. 9.1940 die Flüchtlinge werden auf dem Kahn nach Sabac geschleppt
Unterbringung in Sabac in einer alten Mühle und einem Getreidespeicher
März 1941 in Kladovo treffen 140 Studentenzertifikate von der WIZO für weibliche Jugendliche unter 18 Jahren ein (BIII Studentenzertifikate mit der Verpflichtung die Ausbildung fortzusetzen)
März 1941 verlassen einzelne Familien, 200 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Sabac mit legalen Visa, so auch Ursel Marcuse, Netty Lychenheim und Irmgard Höchster -letztere kurz vor ihrem 18. Geburtstag; über Griechenland, Istanbul, das syrische Aleppo und Beirut
30.3.1941 Ankunft in Haifa; 4 Wochen in Atlit interniert
6.4.1941 Einmarsch der Wehrmacht in Serbien
August 1941 Juden von Sabac und die Flüchtlinge in einer alten Festung Camp Sabac interniert
11.10.1941 Jüdische Männer, Zigeuner und manche Serben verlegt in das Seniak Camp
12./13. Oktober 1941 Tod von Egon Tallert bei der Massenerschießung in Zasavica von 2100 Geiseln als Racheaktion für 21 tote deutsche Soldaten
Januar 1942 die Frauen und Kinder werden ins KL Sajmiste deportiert
19.3. -10.5.1942 jede Woche werden Frauen unter Herbert Andorfer während eines vorgeblichen Transportes in einem Gaswagen ermordet.

Namensverzeichnis von im Oktober 1941 im Dorf Zasovica bei Schabac erschossenen Juden
Gedenken
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Quellen
https://www.ushmm.org/online/hsv/source_view.php?SourceId=19561
www.raoulwallenberg.net/general/ruth-kl-uuml-ger-mossad-le/
Rudolf Stern (Chawer aus Dortmund), Meine Aliyah – 13. Oktober 1939 – 29. Januar 1940; unveröffentliches Manuskript, 1987
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de981174
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de981177
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de981176
https://collections.arolsen-archives.org/en/search?s=Zasovica
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129110890
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129110909
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78551007
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939