Tallert Vera

Vera Tallert

*5.3.1908 in Nikolai, Pless; ✡ 12.11.1992 USA

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Hugo Tallert *13.2.1882 in Antonienhütte; ✡ 6.3.1943 in Auschwitz

Mutter Frieda Weissenberg *29.5.1883 in Weissenberg; ✡7.4.1941 in Breslau

Religion jüdisch

Geschwister

Martin Tallert *22.11.1906 in Nikolai; ✡Dez. 1943 in Auschwitz

Egon Tallert *14.6.1910 in Pless; 12.10.1941 in Zasavica

Adressen Breslau, Kronprinzenstraße 27; Ellguth

Heirat 1939 Fritz Riesenfeld *12.11.1907 in Breslau; ✡ 25.8.1944 in Tel Aviv

2.Ehe mit Kaufmann

Schwiegervater Nathan Riesenfeld *19.9.1863 Zülz; ✡ 10.9.1941 oo Sara Kalmus (✡1924)

Schwager Schmuel Walter Riesenfeld *5.8.1900 in Breslau; Jan. 1986 in Petah Tikwa

Kinder –

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 Vera Tallert mit den Eltern und den Brüdern Martin und Egon in Breslau, Kronprinzenstraße 27 gemeldet bei der Minderheitenzählung

17.5.1939 Fritz Riesenfeld bei seinem Vater Nathan in Breslau, Kronprinzenstraße 27 gemeldet

Das Lehrgut Ellguth

Fritz Riesenfeld zur Hachschara ins Lehrgut Ellguth; Vera Tallert wohnt bei seinen Eltern

Die Eröffnung des Lehrgutes Ellguth in Steinau bei Falkenberg/Klein-Schnellendorf erfolgte in Trägerschaft des Hechaluz am 19.12.1937. Die Leitung wurde Edgar und Elly Freund von der „Jüdischen Jugendhilfe Berlin“ übertragen. Zur Eröffnung kam als Madrich für die Landwirtschaft Georg Josephsthal, zuvor Generalsekretär des Hechaluz und im Merkas des Habonim. Seine Frau Senta übernahm die Milchwirtschaft des Gutes. Als landwirtschaftlicher Inspektor wurde der Nichtjude Bless eingestellt. Bis zu 100 Chaluzim wurden hier ausgebildet.

Im August 1938 mussten Georg und Senta Josephthal, im September das Ehepaar Freund nach Warnungen vor der Gestapo das Gut verlassen. Nachfolger wird Fritz Wolff.

Januar 1939 Wiedereröffnung des Lagers Ellguth durch den BACHAD mit 40 Chaluzim; Die Leitung übernahm Armin Duschinski aus Wien.

17.5.1939 Fritz Riesenfeld bei Minderheiten-Volkszählung mit 84 Juden in Falkenberg, Klein Schnellendorf

Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2

12.10.1939 Bahnfahrt von 31 Chaluzim aus Ellguth ab Breslau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien.

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluß von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

14.2.1940 Registrierung von Vera Riesenfeld in Athlit; sie gibt W. Budländer, Breslau als Referenz an , als Gemeindeältesten Rabbi Dr. Jakob Kalaman, Breslau (Dokument D/728/40/CHU);

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

22.2.1940 Registrierung von Fritz Riesenfeld in Athlit; er gibt W. Bodländer, Breslau als Referenz an , als Gemeindeältesten Rabbi Lewin, Breslau (Dokument D/1277/40/CHU);

29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Vera Riesenfeld zu Ruth Tallert in Tel Aviv

Fritz und Vera Riesenfeld gehen zu seinem Bruder Dr. Walter Riesenfeld

25.8.1944 Tod von Fritz Riesenfeld in Tel Aviv

Der Kladovo-Transport

Vom Hechaluz Österreich organisierte Alija beth, Sonderhachschara SH-5 mit dem Plan über die Donauroute, Schwarzes Meer, Mittelmeer letztlich Palästina illegal zu erreichen.

Namensverzeichnis von im Oktober 1941 im Dorf Zasovica bei Schabac erschossenen Juden

12./13. Oktober 1941 Tod von Bruder Egon Tallert bei der Massenerschießung in Zasavica von 2100 Geiseln als Racheaktion für 21 tote deutsche Soldaten

Fabrikaktion in Breslau

4.3.1943 Hugo und Bruder Martin von Breslau nach Auschwitz

Quellen

https://www.ushmm.org/online/hsv/source_view.php?SourceId=19561

www.raoulwallenberg.net/general/ruth-kl-uuml-ger-mossad-le/

Rudolf Stern (Chawer aus Dortmund), Meine Aliyah – 13. Oktober 1939 – 29. Januar 1940; unveröffentliches Manuskript, 1987

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de981174

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de981177

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de981176

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129110890

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129110909

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78551007

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.myheritage.de

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/12

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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