Brumer Rose

Rose Rachel Brumer geb. Laufer

*31.12.1912 in Frankfurt; ✡ 23.4.1984 in Brooklyn, NY

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister unbekannt

Beruf

Adressen Frankfurt; Paris

Heirat Asscher Brumer *1.7.1906 in Przylbice in Polen; ✡19.2.1989 in Brookly

Kinder

Hermann Brumer *1939 in Paris

Suzanne Brumer *1947 in Paris

Weiterer Lebensweg

Flucht nach Paris

1936 bei der Pariser Volkszählung in Goutte d’Or, 18e Arrondissement erfasst

Kamp Westerbork

Einweisung in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

5.4.1944 Rosie Brumer-Laufer auf dem sechsten Transport mit 101 „Austauschjuden“ von Westerbork nach Bergen Belsen

Der gestrandete Zug – Befreiung in Farsleben

6.-11.4.1945 Evakuierung von 6800 Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt

6.4.1945 Der erste von drei Transporten mit 2500 Menschen verlässt Lagerbahnhof in Bergen-Belsen. Auf dem ersten Transport befinden sich weit überwiegend ungarische und griechische Juden aus Saloniki. Die Fahrtroute verläuft südwestlich der Elbe über Uelzen, Salzwedel, Stendal.

7.4. 1945 Ein weiterer Transport mit 179 Menschen wird an den ersten angeschlossen

12.4.1945 Der Zug stoppt auf freier Strecke am Moortalsee, Farsleben, nahe Magdeburg; Flucht der Wachmannschaften

13.4.1945 Befreiung durch das 743. Panzerbataillon der US Army

Der Moment der Befreiung; Foto Major Benjamin, George Gross, US Army

Rosie Brumer-Laufer ist Überlebende des gestrandeten Zuges, in Farsleben

6.5.1945 die in Farsleben Befreiten werden einquartiert im Nachbarort Hillersleben

25.2.1947 Einbürgerung von Rosie und Ascher Brumer in Frankreich

2.3.1947 Amtlich Publikation im „Journal Officiel de la République Française“. Lois et décrets

31.1.-5.2.1952 Emigration von Rosie und Ascher Brumer mit den Kindern Hermann und Suzanne auf der SS QUEEN MARY von Southampton nach New York

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/131820300

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 8099); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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