Esther Fortuin geb. Wurms
7.10.1897 in Amsterdam; ✡ ? USA
Staatsangehörigkeit niederländisch
Religion jüdisch
Vater Hartog Wurms *12.4.1867 in Amsterdam ; ✡6.6.1925
Mutter Grietje Katie de Kromme *16.3.1875 Brooklyn; ✡ 11.12.1942 Auschwitz
Geschwister
Jack Wurms *28.2.1895 in Amsterdam; ✡ 6.7.1954 in Brooklyn
Hanna Wurms *24.6.1903 in Brooklyn; ✡ 12.2.1943 in Auschwitz; oo Abraham van der Koop
Beruf Lingerienäherin
Adressen Amsterdam,
Heirat 16.2.1938 Salomon Fortuin *21.6.1900 in Amsterdam; 30.11.1943 in Auschwitz
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Kamp Westerbork
28.11.1942 Einweisung in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork
17.7.1943 Entlassung aus Westerbork

18.9.1943 Ehemann Salomon eingewiesen als Strafgefangener in Baracke 67
21.9.1943 Ehemann Salomon als Strafgefangener auf dem nächsten jeweils dienstags abgehenden Transport nach Auschwitz

9.10.1943 wieder in Westerbork, Strafbaracke 67
Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.
Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.
1.2.1944 auf dem dritten Transport mit 908 „Austauschjuden“ von Westerbork nach Bergen Belsen
Der gestrandete Zug – Befreiung in Farsleben
6.-11.4.1945 Evakuierung von 6800 Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt
6.4.1945 Der erste von drei Transporten mit 2500 Menschen verlässt Lagerbahnhof in Bergen-Belsen. Auf dem ersten Transport befinden sich weit überwiegend ungarische und griechische Juden aus Saloniki. Die Fahrtroute verläuft südwestlich der Elbe über Uelzen, Salzwedel, Stendal.
7.4. 1945 Ein weiterer Transport mit 179 Menschen wird an den ersten angeschlossen
12.4.1945 Der Zug stoppt auf freier Strecke am Moortalsee, Farsleben, nahe Magdeburg; Flucht der Wachmannschaften
13.4.1945 Befreiung durch das 743. Panzerbataillon der US Army

Der Moment der Befreiung; Foto Major Benjamin, George Gross, US Army
Esther Fortuin ist eine Überlebende des gestrandeten Zuges, in Farsleben
6.5.1945 die in Farsleben Befreiten werden einquartiert im Nachbarort Hillersleben
5.9.1945 Rückkehr nach Amsterdam
26.4.1947 Abmeldung zur Emigration nach New York

2.5.-13.5. Esther Fortuin auf der SS VEENDAM von Rotterdam nach New York
1968-1971 Rückkehr nach Amsterdam
1971 erneut nach New York
Gedenken
16.5.1990 Page of Testimony für Salomon Fortuin von Nichte Carla Sommer-de Vries
Quellen
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Esther%20Wurms%22%7D&page=2
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130286280
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130286316
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7352); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85