Löwenstein Kurt

Kurt Joachim Löwenstein

*17.7.1917 in Oberhausen; ✡ ?;

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Leopold Löwenstein 3.6.1874 in Ibbenbüren; ✡ 8.1.1939

Heirat der Eltern 1910

Mutter Grete Katz *14.6.1886 in Lippstadt; ✡ 9.2.1928 in Oberhausen

Geschwister

Ada Lea Rose Löwenstein *16.10.1911 in Oberhausen; 3.3.1943 Auschwitz; oo Kurt Zarinzansky

Fritz Löwenstein/ Shmuel Tzur Aryeh *2.4.1913 in Oberhausen; oo  Edith Ester Kaufmann *8.5.1909 in Hamborn, Duisburg

Beruf Techniker

Adressen Oberhausen; London;

Heirat Miriam Friedler *8.7.1920 in Oberhausen; ✡ ?

Kinder

Weiterer Lebensweg

Vater Leopold war Rechtsanwalt und Notar in Oberhausen

1923-1927 Volksschule

1927-1933 Gymnasium

9.2.1928 Tod des Mutter Grete in Oberhausen

1933-1935 Bruder Fritz als Gärtner in einem Ferienheim, Haus Berta in Schermbeck

1935-1938 Aushilfe im Büro bei Fa. Eigenfeld, Oberhausen

1.12.1936 Edith Kaufmann und Fritz Löwenstein angemeldet zur Hachschara ins Joodse Werkdorp Wieringermeer

Werkdorp Nieuwe Sluis

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

20.9.1937 Ankunft von Edith und Fritz Löwenstein auf der SS JERUSALEM in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

21.9.1937 mit Ehemann Fritz Löwenstein abgemeldet nach Palästina

31.12.1938 Fritz und Edith Löwenstein auf der Palästina-Emigrantenliste des Werkdorp

Novemberpogrom

10.11.1938 Verhaftung des Vaters, der vom SA-Mob brutal zusammengeschlagen

im Gerichtsgefängnis Oberhausen inhaftiert wird. Kurt Löwenstein lässt sich gegen den Vater im Gefängnis austauschen.

17.11.1938 Einweisung von Kurt ins Konzentrationslager Dachau

8.1.1939 Vater Leopold stirbt an den Folgen der Misshandlungen

12.1.1939 Entlassung von Kurt Löwenstein aus dem KL Dachau

8.1.1939 Tod des Vaters in Oberhausen an den Folgen der Misshandlungen

England

5.5.1939 Kurt Löwenstein flieht nach England

29.9.1939 Kurt Löwenstein bei britischem Census in Court Perrott Farm Hostel, Llandegveth, Pontypool, Monmouthshire, Wales

1939-1943 zur Hachscharah mit etwa 30 Chaluzim

1943 -1946 „optical work“

1946-1949 „Fancy Goods“

Fabrikaktion

17.5.1939 Schwester Ada mit Ehemann Kurt Zarinzansky in Berlin, Rudolstädter Str. 11 bei der Minderheitenzählung

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert

3.3.1943 Schwester Ada und Mann Kurt auf dem 33. Osttransport nach Auschwitz

Nachkriegszeit

Heirat in England

August 1949 Kurt und Frau Miriam beantragen Unterstützung zur Alija

30.9.1949 Alija von Kurt und Frau Miriam über Paris und Genua nach Haifa

Gedenken

Pages of Testimony für den Vater Leopold und Schwester Ada von Shmuel Tzur Aryeh

Stolpersteine für Leopold, Fritz und Kurt Löwenstein in Oberhausen, Stöckmannstraße 102

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://gedenkhalle-oberhausen.de/wp-content/uploads/2025/01/Stolpersteine2025.pdf

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999

https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de919678

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1185073

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert