Adler Berthold

Berthold Adler

*28.7.1921 in Marktheidenfeld; ✡ 22.9.1944 im Raum Aachen

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Wilhelm William Willi Adler*12.8.1888 in Neuhof Opperz; ✡ 1942 Izbica  

Mutter Rosa Freimark *29.12.1887 in Marktheidenfeld; ✡ 1942 Izbica  

Onkel Adolf Freimark*8.9.1877; ✡16.8.1959; oo Babette Huchberger

Tante Betty Freimark

Geschwister

Hertha Adler *21.8.1915 in Marktheidenfeld; oo 24.12.1940 in New York Salomon Mahler

Cousin Justin Freimark *6.3.1911; oo 1940 in New York Cousine Ines Kutz

Cousin?

Alfred Heinz Adler *24.10.1922 in Würzburg; ✡ nach 21.3.1942 in Izbica

Beruf

Adressen Marktheidenfeld Haus-Nr. 282; München; Frankfurt; Berlin

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

1934 Emigration von Onkel Adolf Freimark nach New York; er gibt seine Schwester Rosa Adler als Heimatkontakt an

28.7.-2.8.1937 Schwester Hertha auf der SS NORMANDIE von Le Havre nach New York zu Onkel Adolf Freimark

Ca 1933 bis 1942 (Auflösung der jüdischen Gemeinde infolge Deportation ihrer letzten Mitglieder) Betsaal der Gemeinde im Haus der Familie Adler in der Glasergasse 5

1934 das Hauser in der Glasergasse 5 wird mit antisemitischen Parolen beschmiert.

Das Lehrlingsheim in München

1.7.1928 Eröffnung des Hauses in der Wagnerstraße 3 mit schulentlassenen Jungen aus dem Kinderheim in der Antonienstraße 7 in Trägerschaft der Israelitischen Jugendhilfe e.V.

1.6.1936 Übergang in die Trägerschaft des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden

1.7.1937 Umzug in das größere Haus in der Hohenzollernstraße 4 mit 45 Wohnheimplätzen

1941 Schließung des Lehrlingsheimes; die verbliebenen Jugendlichen werden im Kinderheim Antonienstraße untergebracht. Das Haus Hohenzollernstraße wird zum Altenheim bis Ende 1942.

8.8.1937 Zuzug von Marktheidenfeld ins Lehrlingsheim der IKG München, Hohenzollernstraße 4

3.5.-20.10.1938 vorübergehend für fünf Monate in der Hohenzollernstraße bei Geissmeyer

23.10.1938 Alfred Adler (Cousin?) ins Lehrlingsheim der IKG

Novemberpogrom

10.11.1938 Verhaftung des Vaters in Marktheidenfeld

10.11.1938 Verhaftung aller zehn erwachsenen männlichen Bewohner des IKG Lehrlingsheim München, Hohenzollernstraße 4;

10.11.1938 Einweisung von Berthold in das KL Dachau, Häftlingsnummer 19931

29.11.1938 Einweisung des Vaters in das KL Dachau, Häftlingsnummer 31226

8.12.1938 Entlassung von Berthold aus dem KL Dachau

Anschließend wohnt er bis zum 7.6.1939 in der Hohenzollernstraße 4

12.12.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Dachau

17.5.1939 Berthold in München bei Minderheiten-Volkszählung

7.6.1939 Abmeldung aus München nach Berlin

29.1.1941 Passausstellung in Berlin

1941 Emigration über die Sowjetunion nach Japan

 Berthold Adler auf der SS HEIAN MARU von Kobe, Japan nach Seattle

Eintritt in die US-Army

22.9.1944 Berthold Adler kriegsgefallen als „private“, Soldat der US Army in Aachen 

Gedenken

Quellen

http://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=gedenkbuch_link&gid=5929

https://www.alemannia-judaica.de/marktheidenfeld_synagoge.htm

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at Seattle, Washington, 1890-1957. (National Archives Microfilm Publication M1383, roll 260, line number 1, record id 004878225_00172_0); Digital Folder Number 004878225, Image Number 00172

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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