Finkelstein Helmut

Helmut Finkelstein

*6.12.1914 in Berlin;

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Erich Finkelstein *11.10.1888 in Danzig; ✡28.11.1918

Mutter Gertrud Kammin *6.12.1885 in Danzig; ✡ ?

Die Mutter war keine Jüdin

Geschwister keine

Beruf Werkzeugmachermeister

Adressen Berlin, Belforter Straße 1; Hof Jägerslust bei Flensburg

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

28.11.1918 Vater Erich verstorben an seinen im WK erlittenen Verwundungen

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

1935-36 Helmut Finkelstein zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

Finkelstein auf dem Dach links; 4. v.re. Lotte Wald aus Bochum

22.3.1936 H. Finkelstein beim Richtfest des neuen Wohnhauses auf dem Dach fotografiert

Novemberpogrom

10.11.1938 brutaler Überfall und Verwüstung des Gut Jägerhof, angeführt vom Flensburger Polizeipräsidenten SS Standartenführer Hinrich Möller. Alle Bewohner werden verhaftet, die Männer ins Polizeigefängnis Kiel, von wo sie später ins KL Sachsenhausen deportiert werden. Hofbesitzer Alexander Wolff kann im letzten Moment über die nahe gelegenen dänische Grenze flüchten. Seine Mutter Käthe Wolff kommt mit den Frauen ins Polizeigefängnis nach Flensburg; sie werden nach einem Tag entlassen.

28.12.1938 Entlassung von 14 jüdischen Gefangenen aus Kiel aus der „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen, davon zehn aus dem Gut Jägerslust

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Helmut mit seiner Mutter Gertrud Finkelstein in Berlin, Prenzlauer Berg, Belforter Straße 1

29.9.1939 Helmut Finkelstein im Kitchener Camp bei britischem Census

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092137

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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