Neumann Walter

Walter Shimon Gedaliah Hacohen Neumann

*23.9.1914 in Kassel; ✡2.9.1998 in Hackensack City, Bergen, New Jersey;

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Salomon Feiber Wolf Neumann *22.3.1880 in Burgpreppach; ✡ 3.7.1971 in New York

Mutter Frieda Dorfzaun *15.5.1883 in Schwanfeld Bayern; ✡ 22.3.1942 in Izbica

Geschwister

Erich Eljakim Neumann *11.6.1908 in Kassel; ✡27.3.1984 USA; oo Franziska Müller(1909-1943) oo Anita Eldot

Hetti Jettchen Neumann *18.10.1909 in Kassel; ✡13.8.2007 in New York; oo Erich Jacobs (*19.12.1906 in Nuttlar; ✡6.3.1973)

Beruf Lehrer

Adressen Kassel; Würzburg; Kiel, Lerchenstraße 24

Heirat 8.3.1948 in Manhattan Amelia Marlene Molly Fraenkel *27.9.1919 Wien; ✡29.12.2012

Kinder vier

Weiterer Lebensweg

Walter Neumann zur Lehrerausbildung am Israelitischen Lehrerseminar Würzburg

Walter Neumann Volksschullehrer, mit Moritz Isaak, die letzten Lehrer an der jüdischen Volksschule in Kiel

Moritz Isaak

*7.11.1913 in Oberaula; ausgebildet an der Jüd. Lehrerbildungsanstalt Würzburg; Lehrer an der jüdischen Volksschule in Kiel; 10.11.1938 verhaftet im Novemberpogrom; „Schutzhaft im KL Sachsenhausen; entlassen am 3.1.1939; 17.5.1939 in Kiel, Kronshagener Weg 2 bei Simon und Deborah Grubner; 13.7.1939 Emigration nach Dänemark; 4.10.1943 Massenflucht über den Öresund nach Schweden; Palästina

Polenaktion in Kiel

29.10.1938 die Juden mit polnischem Pass werden aus Kiel ausgewiesen. In Bentschen/Zbaszyn trifft der Transport aus Schleswig-Holstein „zu spät“ ein; Polen hat bereits die Grenze gesperrt; die verschleppten Juden reisen zurück, auf eigene Kosten.

Novemberpogrom in Kiel

10.11.1938 Verhaftung der beiden Lehrer Walter Neumann und Moritz Isaak zusammen mit 58 Männern zwischen 17 bis 72 Jahren, eingesperrt im Gestapohauptquartier Düppelstraße 23 in Kiel; die „polnischen“ Juden wurden später freigelassen.

Aus Kiel werden die Gefangenen ins KL Sachsenhausen deportiert.

Walter Neumann erhält die Häftlingsnummer 11174, Moritz Isaak die 11165; ihre Unterbringung erfolgt im Block 62

28.12.1938 Entlassung von Walter Neumann mit 14 jüdischen Gefangenen aus Kiel aus der „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen, davon zehn aus dem Gut Jägerslust.

3.1.1938 Freilassung von Moritz Isaak mit weiteren acht Juden aus Kiel

Die Fotos der zerstörten Kieler Synagoge

Moritz Isaak und Walter Neumann machen im Januar 1939 vom Hohenzollernpark aus heimlich Aufnahmen der gegenüberliegenden Synagoge.

Walter Neumann machte fingierte Aufnahmen von Moritz Isaak auf einer Parkbank, der am linken Bildrand angeschnitten erscheint.

Weitere teils verwackelte Aufnahmen wurden unauffällig vom rechten Bürgersteig der Goethestraße im Vorübergehen gemacht.

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Walter Neumann in Kiel, Lerchenstraße 24; hier wohnen Benjamin und Regina Goldberg mit ihren Kindern David und Salo sowie Richard Kunz (*1908 in Seckenburg).

13.7.1939 Emigration von Moritz Isaak nach Dänemark

26.8.1939 Emigration von Walter Neumann; Flucht über verschiedene Lager in Frankreich; Pyrenäen-Passage nach Spanien; Auswanderung nach Ecuador; nach Kriegsende in die USA

8.3.1948 Heirat mit Amelia Marlene Molly Fraenkel in Manhattan

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092137

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

Gerhard Paul, Fotografien zum jüdischen Leben in Schleswig-Holstein, Hamburg 2016

https://hup.sub.uni-hamburg.de/oa-pub/catalog/download/115/chapter-05/596?inline=1

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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