Meyer Erich

Erich Emanuel Meyer

*1.7.1923 in Nieder-Weisel; ✡15.9.1941 in Mauthausen 

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Jakob Meyer *24.11.1883 in Diepenheim; ✡ 8.10.1942 in Auschwitz

Heirat der Eltern 1.10.1919 in Frankfurt

Mutter Martha Mayer *29.9.1884 in Butzbach; ✡ 8.10.1942 in Auschwitz

Großeltern David Meyer und Sophia Costers

Geschwister

Theodor Meyer *12.11.1910 Butzbach; ✡28.5.1943 in Sobibor; oo Hilde Scheiberg (*10.12.1912)

Ella Meyer *4.6.1914 in Butzbach; ✡21.5.1943 in Sobibor; oo Jacques Kahn (*13.10.1906)

Beruf Kaufmann

Adressen Nieder-Weisel; Butzbach; Amsterdam;

Heirat ledig –

Kinder

Weiterer Lebensweg

9.3.1933 Flucht von Erich mit den Eltern Meyer und den Geschwistern Theodor und Ella aus Butzbach nach Amsterdam

25.4.1934 Heirat von Schwester Ella in Amsterdam mit Jacques Kahn aus Salzburg

10.6.1936 Heirat von Bruder Theodor in Amsterdam mit Hildegard Scheiberg aus Beeke

Zweite große Razzia in Amsterdam

14.5.1941 Bombenexplosion im Marine-Offiziersclub Amsterdam auf der Bernard-Zweerskade ist Anlass für Verhaftungswelle

Juni 1941 Zweite große Razzia in Amsterdam; der SD geht bei dieser Razzia anders vor als bei der ersten Razzia im Februar 1941, bei der  Juden wahllos auf der Straße aufgegriffen und festgenommen wurden; bei der zweiten Razzia nutzen die Deutschen Adresslisten und gehen gezielt zu den Häusern von dem sie wissen, dass dort Juden leben.

11.6.1941 SS-Obersturmführer Klaus Barbie von der „Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Amsterdam“ erschleicht sich durch Täuschung die Adresslisten der „Werkdorper“

11.6.1941 „Vergeltungsmaßnahme“: 300 junge Juden, davon 61 „Werkdorper“ im Durchgangslager Schoorl inhaftiert; der jüngste war Erich Meyer (*1.7.1923). Von ihnen werden vier, die keine vier jüdischen Großeltern haben, freigelassen.

Von Dezember 1940 bis August 1941 war SS-Untersturmführer Hans Stöver Kommandant des Camp Schoorl

Der Werkdorper Bernard Natt,, ein Cousin von Lotte Brück, beschreibt die Razzia des 11. Juni 1941:

„Am Mittwochabend, dem 11. Juni 1941, besuchte ich mit Lotti in der Stadsschouwburg eine Aufführung von Griegs Oper „Per Gynt“. Es war eine schöne, angenehme Aufführung. Es war auch das letzte Mal, dass ich mit Lotti ausgegangen bin. Auf dem Heimweg trafen wir einige Freunde vom Werkdorp. Sie waren sehr aufgebracht und teilten uns mit, dass unsere Mitbewohner des Werkdorps noch am selben Abend von der Gestapo festgenommen worden seien.

22.6.1941 Deportation der 296 in Schoorl Inhaftierten in das KL Mauthausen; dort werden sie durch extrem harte Arbeit im Steinbruch und oftmals tödliche medizinische Experimente ermordet; keiner überlebt das Jahr 1941

15.9.1941 Tod von Erich Emanuel Meyer in Mauthausen, offizielle Todesursache Unterschenkelphlegmone, Sepsis

Kamp Westerbork

22.7.1942 Einweisung von Bruder Theodor mit Frau Hildegard und den Kindern Emanuel und Bernhard in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

4.10.1942 Einweisung der Eltern in das Kamp Westerbork; Vater Jakob zuvor zur Zwangsarbeit im Rijkswerkkamp RWK Molengoot

5.10.1942 Deportation von Bruder Theodor mit Frau Hildegard, den Kindern Emanuel und Bernhard sowie der Eltern nach Auschwitz

1.4.1943 Einweisung von Schwester Ella mit Ehemann Jacques Kahn und den Kindern Ruth, Sem und Rolf in das Kamp Westerbork

18.5.1943 Deportation von Schwester Ella mit Ehemann Jacques Kahn und den Kindern Ruth, Sem und Rolf von Westerbork nach Sobibor

Gedenken

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Maijer%20Martha%201884%22%7D&sort=%7B%22order_s_register_type_title%22:%22asc%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Meijer%201923%22%7D&sort=%7B%22order_s_register_type_title%22:%22asc%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130339496

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130341780

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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