
Ernst Simon Oppenheim
*22.7.1925 in Düsseldorf; ✡ 31.3.1944 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Gustav Oppenheim *1.1.1886 in Hamburg; ✡ 2.11.1935 in Arnhem
Mutter Flora Ullmann *7.12.1886 in Zell/Main; ✡ 19.11.1943 in Auschwitz
Großvater Simon Ullmann *1856 in Ichenhausen; ✡ 1910 in Würzburg; oo Pnina Sänger
Bruder

Hans Oppenheim *26.11.1927 in Düsseldorf; ✡19.11.1943 Auschwitz
Beruf Praktikant
Adressen Düsseldorf, Ehrenstraße 56, Lorettostraße 16; Gouda
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Juli 1933 Emigration von Ernst Oppenheim mit den Eltern und Bruder Hans nach Arnheim, Burgermeester Weettstraat 66
2.10.1935 Tod des Vaters in Arnhem
10.3.1936 Umzug mit der Mutter und Bruder Hans nach Den Haag, Wilhelminastraat 141
Bruder Hans im Waisenhaus „Ezer Jatom“ in den Haag, Pletterijstraat 66; Direktor Heinrich Chaim Ullmann, entfernt verwandt
10.5.1940 Überfall der Wehrmacht auf die Niederlande
September 1940 Befehl für alle Juden/ deutschen Flüchtlinge, die Küstenregion zu räumen
Umzug nach Gouda, Burgervlietkade 11.
Mutter Flora in Gouda Chefköchin im „Central Tehuis“ der SG Gouda
6.3.1943 Räumung des Waisenhauses. Bruder Hans zur Mutter nach Gouda
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve
September 1941 Ernst geht zur Hachschara in die Farm Catarinahoeve
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catarinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine Schenkung/Legat über 80000 Gulden von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige. Als Betriebsleiter wurde Jan Middelburg eingestellt. Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB. Die Leitung der Gruppe übernahm das Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig.

hinten von links Claes Schönfeld, Herbert Asch, Israel Tiefenbrunner, ?, Sieg Weis, Nico Goudsmit, ?, Ernst Oppenheim 9. Judith Herzberg, ?, ?
außerdem Herbert Asch, Gabriel Cohen, Abraham Hamburger, Fritz Adolf Heinemann, Martijn Koppel, Leib Laub, Franz Hermann Selig Plato, Henriette Roos
Mai 1942 Verpflichtung den „Judenstern“ zu tragen
April 1943 erhalten die Chaluzim Schreiben, sich in den Arbeitslagern zu melden. Daraufhin tauchen viele unter, so auch Ernst Oppenheim.
1.6.1943 wird der Betrieb eingestellt und der Betriebsleiter entlassen
Kamp Westerbork
22.4.1943 Mutter Flora mit Bruder Hans ins KL Vught

8.5.1943 Mutter Flora mit Bruder Hans ins polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork, Unterbringung von Hans in Baracke 60, Mutter Flora in der Familienbaracke Nr. 55

25.5.1943 Ernst Oppenheim als „onderduiker“ gefasst; Einweisung ins Kamp Westerbork, Strafbaracke 69
Auschwitz
16.11.1943 Deportation von Ernst mit der Mutter und Bruder Hans von Westerbork nach Auschwitz
18.11.1943 Ankunft in Auschwitz; die Mutter und Bruder Hans werden in der Gaskammer ermordet, Hans wir zur Zwangsarbeit selektiert.
31.3.1944 Tod von Hans Oppenheim in Auschwitz
Quellen
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130349126
http://gedenkbuch-duesseldorf.de/memory-book/oppenheim-ernst-simon/
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316