Eric Mossel/Eli Leshem
*3.4.1925; ✡ 20.7.2000 Israel
Staatsangehörigkeit –
Religion jüdisch
Vater Marcus Mossel *10.1.1893 Amsterdam; ✡ 20.1.1997
Heirat der Eltern 1.9.1921 in Amsterdam
Mutter Sophia Frederika Spruijt *24.3.1896 in Amsterdam; ✡ ? in Gal’ed Israel
Großeltern Abraham Mossel und Rebekka Kok
Geschwister
Harry Johannes Evert Mossel
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Amsterdam; Catharinahoeve in Gouda
Heirat Betty de Leeuw *18.12.1924; ✡ 11.8.2003 in Israel
Kinder drei
Tochter Mossel; oo Tohar
Chagit Leshem *18.11.1954 Moledet ; ✡ 5.2.1957 Moledet
Amnon Leshem *7.2.1959 Moledet; ✡12.11.1962 Moledet
Weiterer Lebensweg
Die erste Ehe des Vaters mit Wesselina Paping (*24.6.1896) wurde geschieden
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
1939 Eric Mossel zur Hachschara auf die Jeugdfarm in Gouda

vorn: unbekannt, Erich Fleischhacker, Manfred Samson, Roza Pinkhof, unbekannt
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.

sitzend: Fanny Feingersch, Bernhard Alfred Mayer, Eric Mossel; Fotoalbum Levisson
1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.
1941 Eric Mossel von der Jeugdfarm in Gouda zurück nach Amsterdam
April 1943 erhalten die Chaluzim Schreiben, sich in den Arbeitslagern zu melden. Daraufhin tauchen viele unter.
1.6.1943 wird der Betrieb eingestellt und der Betriebsleiter entlassen
Eric Mossel und seine Eltern überleben, da in den Niederlanden durch den Widerstand des NSB Mischehen-Familien nicht verfolgt oder deportiert werden.

März 1946 großer Militär-LKW-Konvoi der Jewish Brigade von Antwerpen nach Marseille. Mitten in der Nacht erreichte der Konvoi ein Feld in der Nähe von Marseille, wo Mitglieder der „Bricha“ und Abgesandte des „Mossad für Aliyah Bet“ warten. Nach Erhalt des Befehls fahren die Lastwagen in die Stadt ein und setzten die illegalen Einwanderer in einem französischen Flüchtlingslager ab, von wo aus sie mit französischen Armeebooten zum Hafen von
Von „La Ciotat“ transportiert wurden, 30 km östlich von Marseille. Dort gingen sie an Bord der von der Haganah gecharterten SS TEL HAI.
17.3.1946 am Abend Abreise auf der SS TEL HAI mit 743 Menschen an Bord, davon 736 illegale Einwanderer darunter etwa 300 NOHAM Mitgliedern, etwa 60 vom Gehringshof und aus Bergen-Belsen Die Überfahrt ist stürmisch, das Schiff muss in Bonifacio/Korsika und auf Kreta einen schützenden Hafen suchen


28.3.1946 Ankunft von Eli Mossel in Haifa auf der SS TEL HAI
Nach wenigen Tagen werden die internierten Ma’apilim aus Athlit entlassen, nachdem sich die Britische Protektoratsbehörde ein letztes Mal überreden lässt, die Zahl der Ma’apilim auf die ausstehenden Zertifikatskontingente anzurechnen.
29.10.1947 Eric Mossel offiziell abgemeldet aus Amsterdam nach Palästina

29.8.1948 Heirat von Eli Mossel mit Betty de Leeuw in Givat
4.5.1949 beide Eltern abgemeldet aus Amsterdam nach Palästina
Gedenken
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Quellen
https://www.myheritage.de/research
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947