Hellmann Norbert

Norbert Hellmann

*15.12.1923 in Würzburg; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Moritz Hellmann *19.7.1877 Marktbreit; ✡ 13.3.1943 in Sobibor

Mutter Rachel Bamberger *28.8.1880 Frankfurt; ✡ 13.3.1943 in Sobibor

Geschwister

Regina Hellmann *28.8.1912 in Würzburg; ✡ 23.7.1943 Sobibor

Julie Hellmann *13.8.1913 in Würzburg; ✡ 23.7.1943 Sobibor

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Würzburg; Amsterdam; Catharinahoeve in Gouda

Heirat  ?

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

25.12.1938 Norbert mit den Eltern und Schwestern Julie und Regina Hellmann von Würzburg nach Rotterdam

28.12.1938 Vater Moritz in die Niederlande; Arnhem, Eusebiusplein 4
28.12.1938 Quarantine Beneden Heijplaat, Quarantainestraat 1, Rotterdam

9.2.1939 mit Schwester Regina von Rotterdam in das Koloniehuis Sonsbeek, Schelmseweg 5, Arnhem; da Regina dort als Hauswirtschafterin eingestellt wird;

Schwester Julie ist als Hauswirtschafterin in „Ons Boschhuis“ in Driebergen tätig bis zur Auflösung im Juni 1939.

Huize Kraaybeek, Hoofdstraat 63, Driebergen

27.2.1940 von Driebergen Werkdorp Wieringen, Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen)

26.8.1940 Offizielle Abmeldung aus dem Werkdorp

„Eljenah“ Joodse Ambachtsschool en Tuinbouwschool

Joodse Tuinbouwschool bei Naarden/Bussum, Abelbusschool

Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda

Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich

durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl

von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.

Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.

Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.

Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.

1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.

Gouda 1942; Vorn von links Claes Schönfeld, Heinrich Friedmann, Ehepaar Jan Middelburg mit Tochter, Shoshana und Manfred Litten; Jette Aalsvel, Isaac Goudsmit, Alida Lissauer
hinten vl. Bram Andriesse, Roza Pinkhof, Wolfgang Weiss, Norbert Hellmann(?), Margit Lichtenstern, Abraham Hamburger, Esther Elisabeth Herzberg, Klaus Friedrich Wilhelm Schoenbeek, Abraham Michael Herzberg
1942 v.l. Schalom Weiss, Norbert Hellman, unbekannt, Esther Herzberg, Heinrich Friedmann, Bernhard Asscher, Bram Andriesse, Margit Lichtenstern, unbekannt, Alida Lissauer, Abraham Michael Herzberg;
vorn Gideon Litten, Roza Pinkhof, Hedy Kalmar; Fotoalbum Levisson

Winter 1942 für 3 Monate nach Amsterdam

15.5.1943 mit falschen Papieren ausgestattet über die grüne Grenze zu Belgien nach Antwerpen; Arbeit für die Organisation Todt OT; über Toulouse, Bordeaux nach Biarritz

22.-24.1.1944 Gescheiterte Pyrenäenpassage, da hoher Schnee zur Umkehr zwingt.

Wiederholte Versuche Spanien zu erreichen scheitern.

Verhaftung als „Holländer, nicht als Jude, verschiedene Gefängnisse, zuletzt Einweisung in das Durchgangslager Drancy in Compiegne.

Von Drancy nach Hamburg, KL Neugamme.

CAP ARCONA

21.-26.4.1945 10 000 Häftlinge aus dem KL Neuengamme von SS-Wachen nach Lübeck gebracht, dort auf das manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff „Cap Arcona“ und die Frachter „Thielbeck“, „Athen“ und „Elmenhorst“ im Vorwerker Hafen.

30.4.1945 nach 10 Tagen unten im Bauch des Schiffes müssen die ausländischen Häftlinge an Deck antreten, Selektion zum Rettungstransport des Schwedischen Roten Kreuz, der am 1. Mai erfolgt.

Kamp Westerbork

11.12.1942 Vater Moritz, Mutter Rachel, Schwester Regina aus Arnhem eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

21.12.1942 Schwester Regina aus Westerbork wieder entlassen

25.5.1943 erneute Einweisung von Schwester Regina nach Westerbork

10.3.1943 Deportation der Eltern von Westerbork nach Auschwitz

8.4.1943 Einweisung von Schwester Julie nach Westerbork

20.7.1943 Deportation der Schwestern von Westerbork nach Sobibor

Nachkriegszeit

22.5.1945 schreibt er in Schweden einen ausführlichen handschriftlichen Bericht über seine Flucht an die Chaluzim in den Niederlanden, ergänzt durch einen Kommentar von Kurt Reilinger (GFH-Archiv)

12.11.1954 Norbert Hellmann auf der MS OSLOFJORD von Kopenhagen nach New York

1983 Norbert Hellmann auf der Adressenliste der überlebenden Werkdorper

Gedenken

Quellen

https://infocenters.co.il/gfh/pdf_viewer.asp?lang=ENG&dlang=ENG&module=search&page=pdf_viewer&rsvr=4&param=%3Cwords%3EHellmann%3C/%3E%3Cpdf_path%3Emultimedia/Files/Idea/%D7%94%D7%95%D7%9C%D7%A0%D7%93%2086.pdf%3C/%3E%3Cbook_id%3E54761%3C/%3E&param2=&site=gfh

https://www.myheritage.de/research

Norbert Hellmann (born 15 December 1923)

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11195451

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11195265

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130304832

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130304831

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130304836

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130304822

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de858480

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de858500

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de858502

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de858503

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Hellmann%22%7D&page=3

Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020

Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020

Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002

Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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