Martijn Koppel
*20.9.1924 in Zutphen; ✡ 9.4.1943 in Sobibor
Staatsangehörigkeit niederländisch
Religion jüdisch
Vater Louis Koppel *21.5.1888 in Zutphen; ✡ 9.4.1943 in Sobibor
Mutter Betsie Hendrina Meijers *24.3.1895 in Almelo; ✡9.4.1943 in Sobibor
Geschwister –
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Zutphen; Den Haag; Catharinahoeve in Gouda
Heirat ledig
Kinder
Weiterer Lebensweg
14.12.1939 Umzug von Zutphen nach Den Haag
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
16.7.1940 Martijn Koppel zur Hachschara von Den Haag nach Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
25.11.1941 Martijn Koppel zurück zu den Eltern nach Den Haag

Onderduiker
1942/43 Nach dem Einsetzen der Massendeportationen bietet die Krankenschwester Mies Sara Maria Walbeehm und Mitglied einer Widerstandsgruppe zahllosen niederländischen Juden ihre Wohnung in Den Haag, Reinkenstraat 19 als Versteckadresse an, so auch Martijn Koppel und seinen Eltern
22./23.3.1943 nach Verrat werden 24 „onderduikers in einer Razzia gefangen genommen und als Strafgefangene in das KL Vught verbracht. Mies Walbeehm wird im „Oranjehotel“, dem Gefängnis des SD in Scheveningen eingesperrt und verhört.
Kamp Westerbork
Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.
1.4.1943 Martijn Koppel mit seinen Eltern eingewiesen in die Strafbaracke 66 im Kamp Westerbork.

6.4.1943 Als Strafgefangene werden sie wie die meisten ihrer Gruppe auf den nächsten aus Westerbork abgehenden Transport nach Sobibor gesetzt.
Gedenken
Quellen
https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf
https://www.myheritage.de/research
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130323399
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947