Peter Luss
*17.1.1923 in Dortmund; ✡ 12.6.1926 in Florida
Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos
Religion jüdisch
Vater Jacobi Luss, Dr. jur. *11.5.1884 in Rodenberg; ✡18.10.1944 in Auschwitz
Mutter Amalie Weinberg *25.4.1889 in Lütgendortmund; ✡1.9.1933 in Uelzen
Geschwister
Hans Artur Luss *28.1.1912; ✡10/1962 in London
Fritz Luss *26.9.1915 in Dortmund; ✡12/1978 in Palm Beach, Florida
Beruf Milchproduktenhändler
Adressen Dortmund; Amsterdam;
Heirat 1943 in Westerbork mit Ellen Mannheimer **28.4.1922 in Berlin; 10/2016 in Florida
Kinder
Weiterer Lebensweg

1.9.1933 Tod der Mutter bei einem Autounfall in Uelzen
September 1939 Flucht mit dem Vater in die Niederlande

Kamp Westerbork

20.6.1943 die verwitwete Schwiegermutter Alice Mannheimer-Fränkel (1894-1989), Ellen Mannheimer und Peter Luss eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork
24.7.1943 Siegfried und Berta Hattenbach mit Tochter Edith in das Kamp Westerbork
31.8.1943 die Schwiegereltern Hattenbach werden auf den Transport von Westerbork nach Auschwitz gestellt.
Au-Be 170
Abkürzung für ‚Ausnahmebescheinigung‘. Im Sommer 1943 wurde eine Liste aufgestellt, auf der ca. 170 Personen aufgeführt wurden. Sie wurden bis auf weiteres von der Deportation ausgeschlossen. Obwohl ein Großteil der Juden und Jüdinnen zu dem Zeitpunkt bereits deportiert wurde, wollte Aus den Fünten (Leiter der Zentralstelle) den Amsterdamer Judenrat nicht vollständig auflösen.
Edith und Ehemann haben als Mitarbeiter des Joodse Raad sehr gute Beziehungen und bleiben zunächst vom Transport verschont; Eugen Mannheimer steht auf der AuBe Liste; sie werden sogar noch am 9.9.1943 zusammen mit Peter Luss nach Amsterdam entlassen.
13.10.1943 Peter Luss zurück ins Kamp Westerbork
22.11.1943 Schwägerin Ellen Mannheimer heiratet in Westerbork Peter Luss aus Dortmund
17.12.1943 erneute Einweisung von Edith und Mann als Strafgefangene „S“ in die Strafbaracke 67
Theresienstadt – Auschwitz
25.2.1944 Edith und Ehemann Eugen Mannheimer zusammen mit der Schwiegermutter Alice Mannheimer sowie Schwägerin Ellen und Mann Peter Luss mit dem verwitweten Schwiegervater Jakobi Luss auf dem Transport XXIV/4 von Westerbork nach Theresienstadt

28.9.1944 Peter Luss und Schwager Eugen Mannheimer auf dem Transport E k von Theresienstadt nach Auschwitz

4.10.1944 Ehefrau Ellen Luss-Mannheimer auf dem Transport E n von Theresienstadt nach Auschwitz

16.10.1944 Vater Jakobi Luss auf dem Transport E r von Theresienstadt nach Auschwitz
Eugen Mannheimer, Peter und Ellen Luss überleben die Todesmärsche aus Auschwitz
Edith und Schwiegermutter Alice Mannheimer am 8.5.1945 in Theresienstadt befreit
Nachkriegszeit
Peter und Ellen Luss wie auch Edith und Eugen Mannheimer kehren nach Amsterdam zurück; sie emigrieren zunächst nach London
28.2.-10.3.1946 Peter und Ellen Luss auf der SS EROS von London nach New York
Gedenken
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de834571
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de834575
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130337986
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Luss%22%7D
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Hattenbach%22%7D
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7073); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85 https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939