Meyer Edmund

Edmund Meyer

*17.12.1912 in Schillingen; ✡ 8.2.1993 Israel

Religion jüdisch

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Heinrich Meyer *9.6.1887 in Zerf; ✡ 26.1.1943 Auschwitz

Mutter Emma Kahn *17.11.1899 in Kirf; ✡ 26.1.1943 Auschwitz

Onkel Max Meyer *9.6.1887 in Zerf; ledig; ✡ 26.1.1943 Auschwitz

Geschwister ?

Beruf Praktikant

Adressen Schillingen; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Werkdorp Nieuwe Sluis

13.5.1937 Edmund Meyer zur Hachschara von ? ins Werkdorp Nieuwe Sluis

24.5.1937 angemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

1.1.1938 – auf der Hechaluz-Mitgliederliste des Werkdorps

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von – wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 76 Werkdorper aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA;

die Teilnahme von Edmund Meyer ist nur vermutet

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker.

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

Trier-Theresienstadt

27.7.1942 die Eltern Heinrich und Emma sowie Zwillingsbruder Max Meier auf Transport III/2 von Trier nach Theresienstadt

23.1.1943 die Eltern Heinrich und Emma sowie Zwillingsbruder Max Meier auf Transport C v von Theresienstadt nach Auschwitz

Die Eltern und Onkel Max Meier haben konsekutive Transportnummern auf dem Transport III/2 Nr. 569, 570, 571 und auf dem Transport C v Nr. 565, 566, 567

Nachkriegszeit

?

Gedenken

Grabstein für Edmund Meyer auf dem Beit Alfa Kheftsi-Ba Common Cemetery

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5063256

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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