Buttenwieser Heinz

Heinz Justus Jakob Buttenwieser

*6.8.1907 in Mannheim; ✡ ?

Religion jüdisch

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Simon Buttenwieser *8.7.1866 in Odenheim; ✡29.5.1917

Mutter Mathilde David *1872; ✡ 1926

Onkel Bernhard Buttenwieser *23.1.1872 in Odenheim; ✡25.11.1940 in Gurs

Tante Hildegard Joseph *18.4.1879 in Worms; ✡14.8.1942 in Auschwitz

Geschwister

Lydia Buttenwieser *15.5.1901 in Mannheim; ✡ 26.4.1942 Izbica

Karola Buttenwieser *1904 in Mannheim; ✡ 1982; oo Emanuel Rieder

Nelly Buttenwieser *24.9.1905 in Mannheim; ✡ 14.8.1942 in Auschwitz

Alice Buttenwieser *25.2.1902 in Mannheim; ✡ 14.8.1942 in Auschwitz

Irma Buttenwieser ? in Mannheim; ✡ ?

Beruf Praktikant

Adressen Mannheim; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat  

Kinder

Weiterer Lebensweg

30.3.1934 Passausstellung für Heinz Buttenwieser in Hannover

7.6.1934 abgemeldet aus Mannheim in die Niederlande

Werkdorp Nieuwe Sluis

Heinz Buttenwieser zur Hachschara von Mannheim ins Werkdorp

26.6.1934 Heinz Buttenwieser angemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

24.12.1935 Heinz Buttenwieser abgemeldet aus Barsingerhornnach Palästina

20.1.1936 Ankunft von Heinz Buttenwieser in Jaffa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

31.12.1938 auf der Palästina-Emigrantenliste des Werkdorps

Minderheitenzählung

17.5.1939 Onkel Bernhard und Frau Hilde in Mannheim Lameystraße 12 bei Kahn

17.5.1939 die Schwestern Lydia, Alice und Irma Buttenwieser in Mannheim G7 13

Palästina

13.9.1939 Einreise von Schwester Irma in Haifa mit Studentenzertifikat der Kategorie B(III)

Die Bürckel-Wagner-Aktion in Baden

22.10.1940 die Schwester Nelly und Alice zusammen mit Onkel Bernhard und Frau Hilde auf einem von sieben Transporten von 6500 Juden des Saarlandes, der Pfalz und Baden, davon 1972 allein aus Mannheim in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich transportiert in der „Bürckel-Wagner-Aktion“.

März 1941 Verlegung verschiedener Gruppen aus Gurs in andere Lager: Betagte Menschen kamen nach Noé, Schwerbehinderte nach Récébédou, Familien in das sogenannte ‚Familienlager‘ Rivesaltes.

25.11.1940 Tod von Onkel Bernhard Buttenwieser in Gurs

10.8.1942 die Schwestern Nelly und Alice mit Tante Hilde von Drancy deportiert nach Auschwitz

12.8.1942 Ankunft in Auschwitz

Stuttgart-Izbica

26.4.1942 Schwester Lydia auf dem Transport Stuttgart-Izbica

19.5.1943 Einbürgerung von Heinz Buttenwieser in Palästina, in Jerusalem

Nachkriegszeit

Schwester Irma lässt sich Palästina zur Krankenschwester ausbilden

5.10.1956 Rückkehr von Schwester Irma aus Israel nach Deutschland

Gedenken

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849956

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849964

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849965

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849958

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849962

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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