Cohn Heinz

Heinz Günther Cohn

*18.9.1913 in Alt Sarnow, Stettin; ✡ 22.10.2008 in San Franciso

Religion jüdisch

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Alfred Cohn *14.10.1883 in Gülzow; ✡23.1.1948 in Shanghai

Mutter Frieda Levy *1.2.1890 in Alt Sarnow; ✡16.6.1973 in Los Angeles

Geschwister

Beruf Praktikant

Adressen ; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat  

Kinder

Weiterer Lebensweg

Novemberpogrom

10.11.1938 Vater Alfred verhaftet, eingewiesen in das KL Sachsenhausen

25.11.1938 Entlassung des Vaters aus Sachsenhausen

Werkdorp Nieuwe Sluis

Heinz Cohn mit Max Baden zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

6.9.1934 Heinz Cohn mit Max Baden angemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von – wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

21.8.1936 Heinz Cohn mit Max Baden abgemeldet nach Palästina

8.9.1936 Einreise von Heinz Cohn mit Max Baden auf der SS PATRIA von Marseille nach Haifa

31.12.1938 Heinz Cohn mit Max Baden auf der Palästina-Emigrantenliste des Werkdorps

Shanghai

1939 Flucht der Eltern nach Shanghai

1939 Vater Alfred in Jüdischen Adressbuch von Shanghai

23.1.1948 Tod des Vaters in Shanghai

19.8.1948 Mutter Frieda Cohn auf der USS GENERAL GORDON von Shanghai nach San Francisco

Nachkriegszeit

2.7.1945 Einbürgerung von Heinz Cohn in Palästina

Emigration von Heinz Cohn zur Mutter nach San Francisco

25.9.1959 Einbürgerung von Heinz Cohn als US Citizen

Gedenken

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://genealogyindexer.org/view/1939Shanghai/34

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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