Cohn Biedermann Erich

Erich Eliahu Cohn-Biedermann, Dr. med.

*30.8.1907 in Berlin; ✡ 10.5.1939 in Haifa

Religion jüdisch

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Leo Cohn, Dr. jur.  *17.10.1870 in Berlin; ✡März 1972 in New York

Mutter Esther Biedermann; ✡ ?

Geschwister-

Beruf Arzt

Adressen Berlin; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat 27.8.1937 in Ramat Gan  Lucie Loewald *25.6.1912 in Breslau; 14.6.2001 Israel

Kinder

Weiterer Lebensweg

Medizinstudium

1934 Approbation

1934 Alija der Eltern

8.9.1936 Alija von Lucie Löwald mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz in Haifa

Werkdorp Nieuwe Sluis

10.4.1935 Erich Cohn-Biedermann aus Palästina(?) ins Werkdorp Nieuwe Sluis

Erich Cohn-Biedermann angemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter.

Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

7.8.1936 Erich Cohn-Biedermann abgemeldet aus Barsingerhorn nach Palästina

Ankunft von Erich Cohn-Biedermann mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

27.8.1937 Heirat mit Lucie Loewald in Ramat Gan

31.12.1938 Erich Cohn-Biedermann auf der Palästina-Emigrantenliste des Werkdorps

Eintritt in die HAGANAH

Bericht von seiner Ermordung:

„Am Morgen des 10. Mai 1939 wurde er – nachdem er das Haus des Gouverneurs in der Deutschen Kolonie in Haifa bewacht hatte – von drei Arabern erschossen. Eliyahu und sein Wachkamerad Dov Barad kamen noch am Tatort ums Leben.“

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.izkor.gov.il/%D7%90%D7%9C%D7%99%D7%94%D7%95%20%D7%9B%D7%94%D7%9F%20%D7%91%D7%99%D7%93%D7%A8%D7%9E%D7%9F/en_9f28df42ec67b07d8f8c376a955ba2d9

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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