Bukofzer Isbert

Isbert Bukofzer

*6.8.1904 in Groß Bislaw, Westpreußen ; ✡ ?.Afek, Israel

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Jakob Bukofzer ? ; ✡ 1914 in Bromberg

Mutter Auguste Rosenberg *18.10.1862 in Welpin Tuchel; ✡ 23.7.1943

Geschwister

Leopold Bukofzer *12.5.1894 in Groß Bislaw; ✡ vor 1945 in Auschwitz

Toni Bukofzer *16.1.1899 in Groß Bislaw; ✡ vor 1945 in Auschwitz

Selma Bukofzer *27.9.1901 in Groß Bislaw; ✡vor 1945 in Auschwitz

Halbgeschwister  aus der ersten Ehe des Vaters mit Ernstine Bukofzer ; ✡1892

Arnold Bukofzer*1876; ✡1942

Sally Bukofzer *1881 in Bromberg; ✡1942

Jenny Bukofzer *14.3.1885 in Tuchel; ✡Mai 1942 in Kulmhof; oo Becker

Hedwig Bukofzer 18.9.1886 in Groß Bislaw; ✡8/1964 New Jersey; oo 1914 Carl Braunhart

Beruf Landarbeiter

Adressen Groß Bislaw; Urfeld;

Heirat 4.2.1940 in Kiriat Motzkin Sara Staniczka-Gruber *1899 in Wilno;

Kinder

Amira Bukofzer *5.6.1940 in Haifa

Weiterer Lebensweg

Besuch der Volksschule in Anklam

Lehre bei der Textilwarengroßhandlung Braunsberg und Co. in Berlin

1.4. 1933 „Aprilboykott“, Karstadt entlässt die jüdischen Mitarbeiter; Rücktritte im Aufsichtsrat

April 1933 Entlassung von Isbert Bukofzer als Angestellter der Karstadt AG in Braunschweig

Hachschara in Urfeld

Juni 1934 Isbert Bukofzer zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren.  Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Anfang 1938 auch mittlere Hachschara für 15–17-Jährige Chaluzim.

Juni 1934 -Dezember 1935 Isbert Bukofzer zur Hachschara in Urfeld (Erfeld, Baden, muss ein Transkriptionsfehler sein; dort gab es keine Hachschar und keine Juden)

4.12.1935 Passausstellung in Bornheim (bei Urfeld)

Dezember 1935 Auswanderung Isbert Bukofzer

23.12.1939 Ankunft von Isbert Bukofzer auf der SS GALILEA in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat der Kategorie C/LS

5.5.1942 Einbürgerung von Isbert Bukofzer in Palästina; Ehefrau Sara hatte bereits die palästinensische Staatsbürgerschaft

Minderheitenzählung

17.5.1939 Mutter Auguste in Berlin, Prenzlauer Allee 200

Zuletzt wohnte sie im jüdischen Altersheim Auguststraße 14-16

28.5.1943 Mutter Auguste auf dem 90. Alterstransport nach Theresienstadt

23.7.1943 Tod der Mutter in Theresienstadt

Nachkriegszeit

„Wiedergutmachung“-Akte

1956-57; 1966; Bescheid vom 5. August 1966 über die Aufhebung des Vergleichs vom 16. April 1959 (Teil einer Pauschalentschädigung für Kibbuzmitglieder) und Gewährung einer individuellen Entschädigung für Schaden im beruflichen Fortkommen

Gedenken

Quellen

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07611 – 38

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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