Norbert Naftali Brühand
*7.2.1916 in Berlin; ✡ ?.in Ramat Amidar
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater Arie Ire Brühand geb in Brzesco; ✡ vor 1945 in Polen
Mutter Helena Chaja Bela; ✡ ?
Geschwister
Verwandte aus Brzesko
Sophie Brühand *13.12.1902; oo Billig
Beruf Mechaniker
Adressen Berlin; Urfeld;
Heirat –
Kinder
–
Weiterer Lebensweg
20.1.1933 Passausstellung in Berlin
Feinmechaniker bei der Fa. Eugen Courant in Berlin
Juli 1934 Kündigung wegen Betriebsauflösung; danach arbeitslos
Hachschara in Urfeld
– z
1935 bis Juni1936 Norbert Brühand zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von 1933 bis 1938/39 war
der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Anfang 1938 auch mittlere Hachschara für 15–17-Jährige Chaluzim.


13.7.1936 Ankunft von Norbert Brühand in Haifa auf der SS PALESTINA mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
5.5.1942 Einbürgerung von Norbert Brühand in Palästina
Polenaktion
28.10.1938 Vater Ire in Berlin verhaftet und nach Zbaszyn abgeschoben
Nachkriegszeit
„Wiedergutmachung“
1956-1959; Bescheid über die Gewährung der Ansprüche für Schaden im beruflichen Fortkommen
Gedenken
13.4.1999 Page of Testimony für seinen Vater Ire Ari von Norbert Brühand
Quellen
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07611 – 36
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History