
Theodor Dingfelder
*6.2.1910 in Neustadt/Aisch; ✡ ?.
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Gustav Dingfelder *8.2.1876 in Diespeck, Neustadt; ✡ vor 1943 in Minsk
Mutter Bertha Rindsberg *13.10.1881 in Riesa; ✡ vor 1943 in Minsk
Bruder
Siegfried Dingfelder
Cousin

Siegfried Dingfelder *8.5.1924 in Uehlfeld/Aisch; ✡ 2023 Flushing, Queens, NY, USA
Beruf –
Adressen Neustadt/Aisch; Urfeld; Düsseldorf, Zietenstraße 63

Heirat Marie Rost *24.2.1906 in Hof, Bayern
Kinder
Siegfried Dingfelder *36.8.1933 in Nürnberg
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Weiterer Lebensweg
Internierung im April-Mai 1933 und Aufenthaltsverbot in Neustadt an der Aisch
Hachschara in Urfeld
1934- Dezember 1935 Theodor Dingfelder zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Anfang 1938 auch mittlere Hachschara für 15–17-Jährige Chaluzim.
Alija
30.11.1935 Passausstellung für Theodor, Mari, und Siegfried Dingfelder im benachbarten Bornheim

23.12.1935 Ankunft von Theodor, Marie, und Siegfried Dingfelder auf der SS GALILEA von Triest nach Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
Düsseldorf-Minsk
10.11.1941 Deportation der Eltern Gustav und Bertha Dingfelder (zuletzt wohnhaft in Düsseldorf) nach Minsk
Nachkriegszeit
1956 Remigration von Theodor Dingfelder nach Deutschland
„Wiedergutmachung“
1956-1967; u.a. Bescheid über Gewährung der Ansprüche für Schaden im beruflichen Fortkommen durch eine Rente auf Lebenszeit; Bescheid der Landesrentenbehörde über die Ablehnung der Ansprüche für Schaden an Körper und Gesundheit mangels Nachweise für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Verfolgung und dem Schaden
Gedenken
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Quellen
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07611 bis 07630
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History