Feibel Richard

Richard Ferdinand Feibel

*27.3.1914 in Frankfurt; ✡ 30.3.1988 in Kfar Shmarijahu

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Karl Samuel Feibel *29.4.1880 Krotoschin; ✡ 4.6.1944 in Auschwitz

Heirat der Eltern 18.8.1912 in München

Mutter Nanette Gerstle*21.6.1889 in Ichenhausen ; ✡ 4.6.1944 in Auschwitz

Geschwister

Anneliese Feibel *10.9.1919 in Darmstadt; ✡22.11.1991 in Dallas; oo Walter Kocherthaler/Cortell

Harry Feibel *11.10.1920 in Frankfurt; ✡14.1.2008 in Plano, Texas; oo Ellen Rudnick

Beruf Gärtner

Adressen Frankfurt; Urfeld;

Heirat Ilse Rika Bergenstein *4.8.1917 in Marburg

Kinder drei

Weiterer Lebensweg

1933 Ausschluss vom Studium

1935 Kündigung aus Korrespondent für französische Sprache

Hachschara in Urfeld

z

zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von 1933 bis 1938/39 war

der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren.  Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Richard Feibel macht eine Lehre in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Anfang 1938 auch mittlere Hachschara für 15–17-Jährige Chaluzim.

29.7.1938 Passausstellung im benachbarten Bornheim

1938 Flucht nach Dänemark

Emigration Palästina

27.6.1939 Einreise in Tel Aviv von Richard Feibel und Ehefrau mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS Sch

Flucht der Eltern nach Frankreich

 Beide Eltern über Luxemburg, Südfrankreich, Marseille

30.5.1944 Deportation der Eltern von Drancy nach Auschwitz

4.6.1944 Tod in Auschwitz

Nachkriegszeit

„Wiedergutmachung“

1957-1959

Ermittlungsberichte zum Antrag auf Entschädigung für Schaden im beruflichen Fortkommen und in der Ausbildung

zuletzt wohnhaft in Nof-Yam Post Herzlia

Gedenken

Quellen

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07611 bis 07630

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My