Aiminski Günter

Günther Aiminski

*2.7.1923 in Breslau ; ✡ 1942 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Ilko Aiminski *21.5.1889 in Suwalki

Mutter Ruth Feibel *1.3.1900 in Oberglogau; ✡ ?

Großmutter ClaraFeibel-Levy *23.4.1874 in Festenberg; ✡21.5.1943 in Auschwitz

Großvater Simon Feibel

Geschwister

Beruf Schüler; Lehrling

Adressen Breslau, Hohenzollernstr. 79; Urfeld; Amsterdam;

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Ostern 1929 Einschulung

Ostern April 1933 bis April 1938 Besuch des Privaten jüdischen Reform-Realgymnasium in Breslau bis zur Obertertia

7.1.1936 Großmutter Clara Levy angemeldet in Amsterdam

Hachschara in Urfeld

Günter Aiminski oben mittig (mit Brille) in Urfeld 1938; Madrich Benny Stein vorn 2. v.re.

1938 Günther Aiminski zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren.  Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

15.12.1938 Großmutter C. Feibel Levy beantragt ein Einreisevisum für Günter

23.1.1939 zur Großmutter Feibel-Levy nach Amsterdam, Gelderschekade 55

Dritte Große Amsterdam Razzia – Erster großer Massentransport aus den Niederlanden

5.7.1942 die ersten Aufrufe Aufforderung an die Amsterdamer Juden, sich freiwillig zum „Arbeitseinsatz“ zu melden. Damals bestand beim Hechaluz noch die Auffassung, man solle sich deportieren lassen, in der irrigen Annahme, es handele sich um Arbeitseinsätze

Kamp Westerbork

Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt.

15.7.1942 in der Dritten Großen Amsterdamer Razzia  wird  – verhaftet und nach Hooghalen deportiert; 7 Km zu Fuß ins Kamp Westerbork, Registrierung in der großen Halle und unmittelbar zu Fuß zurück nach Hooghalen

Erst ab November 1942 gab eine eigene Bahnlinie und Station im Kamp Westerbork; Juli-November mussten die Deportierten von und zur Station Hooghalen zu Fuß laufen.

Aus dem Kamp Westerbork werden 100 „oude kampbewoners“ zusätzlich auf diesen Transport gestellt.

15.7.-17.7.1942 Günter Aiminski auf dem ersten großen Massentransport aus den Niederlanden ab Hooghalen nach Auschwitz Das offizielle Sterbedatum ist fiktiv und wurde für alle aus den ersten Massendeportationen von den niederländischen Behörden für den 30.9.1942 festgesetzt.

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130250805

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Aiminski%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Clara%20Levy%201874%22%7D

https://www.joodsmonument.nl/en/page/395301/gunther-aiminski

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Günther-Georg Aiminski (born 2 July 1923)

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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