Georg Auerbach
*14.2.1923 in Berlin; 1945 in Halberstadt-Zwieberge
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Aron Leib Auerbach *10.3.1885 in Stryjowka; in Auschwitz
Mutter Hedwig Knopf *1.1.1895 in Brelau; ✡ ?
Geschwister/Cousins
Siegfried Auerbach *7.10.1917 in Berlin; ✡ 9.6.1989.
Heinz Auerbach *25.12.1920 Berlin; Alija; Israel
Cousine
Helga Auerbach *10.12.1926 in Berlin; Auschwitz
Beruf Schneider;
Adressen Berlin;
Heirat ledig
Kinder
Weiterer Lebensweg
Ostern 1929 Einschulung in Berlin

19.3.1937 Ausschulung
Hachschara in Urfeld
–
13.12.1935 Siegfried Auerbach zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling;
23.9.1936 Siegfried Auerbach abgemeldet aus Urfeld nach Nürnberg
Minderheitenzählung
17.5.1939 Die Eltern Leib und Hedwig, Onkel Jakob und Frau Ester Auerbach, sowie die Geschwister Heinz, Georg und Cousine Helga
3.8.1939 Bruder Siegfried abgemeldet zur Emigration nach Argentinien
Fabrikaktion
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz deportiert, um den Arbeitskräftebedarf im Nebenlager Buna zu decken.
Berlin – Auschwitz – Buchenwald
Georg Auerbach hat vermutlich in Berlin im Versteck gelebt und wurde 1944 verraten und verhaftet.

5.9.1944 Georg Auerbach auf dem 57. Osttransport nach Auschwitz

30.10.1944 Außenlager von Buchenwald; No= Niederorschel „Langenwerke AG“ Zwangsarbeit für die Junkerswerke
18.2.1945 Außenlager von Buchenwald in Halberstadt-Zwieberge II; Mal=Malachit
Lagerkomplex Zwieberge
18.2.1945 Georg Auerbach verlegt ins Arbeitskommando B II (Halberstadt-Zwieberge II Außenlagerkomplex von Buchenwald, bei Langenstein und Halberstadt;auch bekannt unter den Codenamen Malachit” und “Landhaus”; die Gefangenen mussten Stollen bauen für die unterirdische Flugzeugproduktion; ein riesiges Projekt, Bau eines Netzes von 13 km Stollengängen im Hügel der Thekenberge mit einer Grundfläche von rund 72.000 m2
Insgesamt 7000 Häftlinge im Konzentrationslager Langenstein-Zwieberge, 2000 Tote
9.- 11.4.1945 Auflösung des Außenlagers „Malachit“; im Lager blieben etwa 1.400 Häftlinge; 3.000 Häftlinge in 500er -Gruppen auf Todesmarsch über Quedlinburg, Aschersleben, Köthen, Bitterfeld, Prettin und Wittenberg bis in die Nähe von Buro und Zieko bei Coswig. Eine kleine Gruppe marschierte noch weiter bis in den Raum Magdeburg hinein. Etwa 300 Kilometer mussten zurückgelegt werden. Auf den Todesmärschen wurden mindestens 2.550 Häftlinge durch die SS ermordet.
April 1945 ermutlich umgekommen auf dem Todesmarsch nach Auflösung von Halberstadt-Zwieberge
Gedenken
14. und 23.5.1986 Pages of Testimony für Georg, die Eltern, sowie für Onkel Jakob, Tante Hedwig und Cousine Helga Auerbach von Bruder Siegfried Auerbach
11.4.1945 Befreiung des Lagers durch Einheiten der 8. amerikanischen Panzerdivision
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1047980
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1047854
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1047859
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5451148
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11221099
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.