David Oko
*23.9.1913 in Dießenhofen; ✡ 2008
Staatsangehörigkeit (polnisch) staatenlos
Religion jüdisch

Vater Nathan Oko *1.1.1890 in Bolowsk Lettland

Mutter Rosa Novosolok *11.10.1887 in Dünaburg; ✡ ?
Geschwister
Israel Izzy Oko *10.10.1910 in Bolowsk, Litauen; oo Gerta
Ludwig Oko *11.12.1920 in Rottweil; oo Hans Manneberg
Sofie Oko
Beruf
Adressen Dießenhofen; Rottweil; Halle; Urfeld; Büren
Heirat Edith Goldschmidt *4.11.1917 in Büren; ✡2003
Kinder zwei
Weiterer Lebensweg
1.5.1934 Bruder Israel ins Beth Chaluz in Leipzig bis zu seiner Alija im Dez. 1936
Hachschara in Urfeld
29.11.1935 David Oko aus Halle zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
20.1.1936 David Oko abgemeldet aus Urfeld nach Büren
Alija der Familie Oko
6.1.1936 Ankunft beider Eltern ab Triest in Tel Aviv mit einem Arbeiterzertifikat der Kategorie C/LS

20.4.1936 Ankunft von David Oko auf der SS JERUSALEM in Haifa
21.12.1936 Ankunft von Bruder Israel auf der SS JERUSALEM in Haifa
Nachkriegszeit
23.11.1959 Edith Oko mit der „EL AL“ von Lod nach New York, Ziel Montreal Kanada
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History