Tennenbaum Anna

Anna Tennenbaum

*11.7.1909 in Hannover; ✡ 30.1.1992 Los Angeles

Staatsangehörigkeit (polnisch) staatenlos

Religion jüdisch

Vater Tennenbaum;

Mutter Polia Blanklejder *25.12.1888 Damatschawa; Überlebende ✡ in Israel

Geschwister ? Tennenbaum

Beruf Landarbeiterin

Adressen Hannover; Dresden; Urfeld; Berlin

Heirat 16.6.1937 Heinz Simon Weissblüth *19.3.1915 in Berlin

Kinder

Vita Mazal Weissblüth *3.11.1937 in Haifa

Weiterer Lebensweg

17.10.1934 Fremdenpassausstellung für Anna Tennenbaum in Hannover

2.9.1935 Fremdenpassausstellung für Heinz Weissblüth in Berlin

Hachschara in Urfeld

1.1.1935 Anna Tennenbaum aus Hannover zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

5.9.1935 Anna angemeldet für Urfeld; 7.1.1936 abgemeldet nach Dresden Brünnerstraße

16.9.1935 Heinz Weißblüth zur Hachschara nach Urfeld

1.1.1936 Anna Tennenbaum abgemeldet aus Urfeld nach Dresden

14.5.1936 in Bornheim Passverlängerung für Heinz Weissblüth

23.5.1936 Heinz Weissblüth in Bornheim abgemeldet „auf Reisen“

Alija

16.4.1935 Emil Tennenbaum aus Hannover nach Palästina

22.11.1936 Mutter Polia Tennenbaum aus Hannover nach Palästina

16.6.1937 Heirat von Anna und Heinz Weissblüth in Berlin

7.7.1937 Einschiffung von Anna und Heinz Weissblüth in Triest

12.7.1939 Ankunft von Anna und Heinz Weissblüth in Haifa mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS

7.10.1941 Einbürgerung von Simon und Anna Weissblüth in Palästina

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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