
Erika Ester Marcus
*28.8.1915 in Harburg Wilhelmsburg
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Salomon Marcus *27.6.1874; ✡ vor 1945 in Polen
Mutter Marie Mirjam Gross *28.1.1885 in Auschwitz; ✡ vor 1945 in Polen
Geschwister
Necha Marcus *15.5.1912 in Harburg
Aron Marcus * 16.12.1922 in Harburg, Wilhelmsburg; ✡6.4.1942 in Posen
Beruf landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Harburg, Wilhelmsburg, Konradstraße 1 a;
Beruf –
Adressen Harburg, Wilhelmsburg; Altona Rissen

Heirat Abraham Tobias *21.1.1911 in Chrzanow;✡ 12.11.2001
Kinder
Jerachmiel Tobias *23.1.1938 in Petah Tikwa
Hagit Tobias *29.7.1947 in Rehovot
Weiterer Lebensweg
Großvaterwar der über Krakau hinaus bekannte Rabbiner Reb Aron Marcus.
Vater Salomon Marcus war ritueller Schächter, Kultusbeamter der SG Harburg
März 1933 Schwester Necha Marcus emigriert ins Ausland
17.5.1939 Aron Marcus mit den Eltern in Harburg bei Minderheiten-Volkszählung
Das jüdische Umschulungslager Gehringshof
9.4.1940 Aron Markus zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Gehringshof in Hattenhof bei Fulda; Träger ist der Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘; Träger zuletzt die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland RVJD.
1.1.1933 Polnischer Pass für Abraham Tobias in der polnischen Botschaft in München
12.12.1934 Deutscher Pass für Erika Marcus in Hamburg Blankenese
134 Erika Marcus zur „Älteren-Hachschara“ in Rissen/Blankenese, hier existierten drei Zentren für die Älteren/Erwachsenen: Ejn Chajim (seit August 1933), Schachal und Cherut-Charut (beide seit Dezember 1933); Erika verm. im Kibbuz ʿEjn Chajim („Quell des Lebens“) in Hamburg-Rissen (ab August 1933) im Tinsdaler Kirchenweg 245
Hachschara in Urfeld
16.8.1934 Abraham Tobias aus Mannheim zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling;
22.11.1934 Abraham Tobias abgemeldet aus Urfeld nach Mannheim
Alija
27.1.1935 abgemeldet aus Mannheim nach Palästina
3.2.1935 Ankunft von Abraham Tobias auf der SS ITALIA in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
15.4.1935 Ankunft der Schwiegermutter Helene auf der SS SATURNIA in Haifa
1.7.1935 Ankunft von Erika Marcus in Jaffa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
6.3.1936 Heirat von Abraham Tobias und Erika Marcus
10.9.1937 Schwester Ella nach Palästina
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Aron Marcus mit den Eltern in Harburg
Das jüdische Umschulungslager Gehringshof
9.4.1940 Aron Markus zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Gehringshof in Hattenhof bei Fulda; Träger ist der Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘; Träger zuletzt die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland RVJD.
1.11.1941 Aron Marcus auf dem IV: Ostransport von Berlin nach Litzmannstadt, Lodz
5.-7. 11.1941 Aron Marcus ins Zwangsarbeitslager Posen-Remow (Remu)
10.1.1941 Umzug der Eltern in Lodz zu 32 Flat 25, Rauch Gasse
11.3.1942 Tod der Eltern in Kulmhof
6.4.1942 Tod von Bruder Aron Marcus im Zwangsarbeiterlager bei Posen
Nachkriegszeit
12.10.1945 Tod der Schwiegermutter Helene in Tel Aviv
26.5.1947 Einbürgerung der Familie von Ester Tobias in Palästina
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History