Ciefer Herta

Herta Ciefer

*11.10.1920 in Berlin; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Arthur Ciefer *8.4.1876 in Oprorow, Kutno; ✡ 31.10.1944 in Auschwitz

Mutter Agnes Simonsohn *2.1.1886 in Berlin; ✡ 31.10.1944 in Auschwitz

Geschwister

Beruf

Adressen Berlin, Prenzlauer Berg, Christburger Straße 30; Havelberg

Heirat Heinz Budwig * 23.8.1919 in Breslau; ✡?

Kinder

Gad Chanan Budwig *28.11.1949 in Haifa; oo Judith Kornblum

Weiterer Lebensweg

Waldgehöft Havelberg

2.5.1938 Heinz Budwig mit einer 5er-Gruppe des Makkabi Hazair zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft nördlich von Havelberg

1939 Herta Ciefer zur Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Herta Ciefer und Heinz Budwig mit 56 jüdischen Bewohnern im Waldgehöft

17.5.1939 beide Eltern in Berlin, Prenzlauer Berg, Christburger Straße 30

Nach dem September 1939 waren Nachfolger von Richard Horn als Betriebsleiter in Havelberg Siegfried Freund, Artur Posnanski, Alfred Selbiger, Heinz Berg und Hilde Nathan.

Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 4

12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

14.2.1940 Registrierung von Herta Ciefer in Athlit; sie gibt als Referenz Hirschberg, Hohenwiese an, aber niemanden als Gemeindeältesten (Dokument D/667/40/CHU)

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

Juli 1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Kontaktadresse bei Entlassung

Berlin – Theresienstadt – Auschwitz

5.11.1942 beide Eltern auf dem Alterstransport von Berlin nach Theresienstadt

28.10.1944 beide Eltern auf dem Transport von Theresienstadt nach Auschwitz

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.yadvashem.org/en/photos/collection/13069463

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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