
Hans Chanan Edelstein
*10.4.1916 in Berlin, Charlottenburg;; ✡15.5.1948
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Dr. med. Ephraim Edelstein ; ✡1962
Mutter Grete Schapira *23.11.1883 in Danzig; ✡ 1954 Tel Aviv
Geschwister
–
Beruf Schlosser
Adressen Berlin; Stuttgart;
Heirat

Berta Tokajer *10.6.1907/1908 in Modrzejow; ✡ 27.11.1997 in Israel
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Beit Chaluz in Stuttgart
1937 Hans Edelstein in das Beit Chaluz in Stuttgart, Gartenstraße 30
1937/1938 war hier Martin Studinski Madrich; zuvor im Kibbuz Jägerslust und Urfeld

Quelle Stadtarchiv Stuttgart, gemeinfrei
Novemberpogrom
10.11.1938 Madrich Martin Studinski in Stuttgart, Gartenstraße 30 mit einer Gruppe von acht dort wohnenden etwa gleichaltrigen Juden aus ganz Deutschland verhaftet (Kibbuz-Wohngemeinschaft); sie werden ins Polizeigefängnis in der Büchsenstraße gebracht und anschließend nach Dachau
Hachschara in Külte
18.6.1935 Berta Tokajer in Volkmarsen
Die jüdische Jugendorganisation Hechaluz betrieb den Hachschara-Gärtnereibetrieb Kibbuz Külte (heute zu Volkmarsen) von September 1934 bis August 1936. Der jüdische Holzhändler Simon Strauß stellte dafür ein Gelände am Külter Bahnhof kostenlos zur Verfügung.

29.4.1936 Berta Tokajer wieder in Mainz gemeldet
August 1936 Auflösung in Külte und Grüsen, da alle Mitglieder des Külter Kibbuz und des Kibbuz Hagschama in Grüsen mit Zertifikaten emigrieren konnten.
Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg
18. 8.1936 Berta Tokajer wechselt zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg
26.6.1937 Berta Tokajer gemeldet in Flensburg
Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg
16.1.1937 Kibbuz Jägerslust Berta Tokajer 3. von links; Foto Richard Hausmann
1.12.1937 Berta Tokajer abgemeldet nach Frankfurt
9.2.1938 zu den Eltern nach Mainz

16.2.1938 Heirat von Hans Edelstein und Berta Tokajer in Stuttgart
Alija

19.6.1933 Fremdenpass-Ausstellung für Berta Tokajer in Mainz

2.2.1938 Fremdenpass-Ausstellung für Hans Edelstein in Stuttgart; Adresse Gartenstraße 3021.2.1939 Ausstellung des Visum in der Britischen Botschaft in Stuttgart
2.3.1938 Einschiffung in Triest
7.3.1938 Einreise von Berta und Hans Edelstein nach Haifa mit seinem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS, Berta mit Kategorie D
8.3.1940 Einbürgerung von Berta und Hans Edelstein in Palästina; Unterstützer ist Dr. med. Efraim Edelstein(Vater?)
Nachkriegszeit

Eintritt von Chanan Edelstein in die Haganah, eingesetzt im „Air service“, Flughafen Tel Aviv
15.5.1948 Chanan Edelstein erliegt den tödlichen Verletzungen durch das erste ägyptische Bombardement am Flughafen Tel Aviv im Unabhängigkeitskrieg
Heirat mit Georg Gideon Lange, Bruder von Margot Lange
Gedenken
–
Quellen
http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1663665
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de924871
Philipsen, Bernd (2008): Jägerslust. Gutshof, Kibbuz, Flüchtlingslager, Militär-Areal. Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (69). Flensburg.
Philipsen, Bernd (2016):„Dat Judennest hebbt wi utrökert.“ Vom gewaltsamen Ende des Auswanderer-Lehrguts Jägerslust bei Flensburg. In: Hering, Rainer (Hg.) (2016): Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein. Der Novemberpogrom im historischen Kontext. Hamburg, S. 231-25
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136