Muschinsky Alex

Alex Muschinsky

*25.8.1917 in Chemnitz; ✡10/1994 in Frederiksberg

Staatsangehörigkeit polnisch/staatenlos

Religion jüdisch

Vater Mendel Muschinsky *16.8.1889 in Piatnica; ✡ vor 1945 in Polen

Mutter Rochla Luisa Schneider *10.11.1889 in Suterer; ✡ vor 1945 in Polen

Geschwister

Gideon Muschinsky *16.10.1919 in Chemnitz; oo Salomea Neomi Silber

Beruf Landarbeiter; Lehrer für Kunst und Handwerk

Adressen Chemnitz; Leipzig;

Heirat 1947 Blanca Eva Larsen *20.3.1918 in Kopenhagen; 22.3.2012

Kinder

Lars Jakob Muschinsky *1948

Peter Muschinsky *1952

Weiterer Lebensweg

17.11.1934 Ausstellung eines polnischen Passes für Gideon Muschinsky in Leipzig

5.12.1935 Ausstellung eines polnischen Passes für Salomea Silber in Heerlen

1935 Alex und Bruder Gideon vom Gymnasiumin Chemnitz verwiesen

Alex sucht in Chemnitz verschiedene Lehrstellen als Automechaniker

Alija

4.3.1935 Ankunft von Gideon Muschinsky auf der SS GALILEA von Triest in Haifa mit einem Studentenzertifikat der JugendalijaB(III)

13.5.1936 Ankunft von Salomea Silber auf der SS GALILEA von Triest in Haifa mit einem Studentenzertifikat der JugendalijaB(III)

9.9.1943 Heirat in RishonLeZion

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

23.3.1937 -24.7.1938 Alex Muschinsky zur Hachschara auf Gut Jägerslust bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

Polenaktion

28.10.1938 Ausweisung der Eltern nach Zbaszyn mit 335 Juden aus Chemnitz mit polnischer Staatsangehörigkeit

Dänemark

10/1938 Flucht nach Dänemark

In Dänemark als Madrich in der Jugend‐Alija; Betreuer der verstreuten Chawerim

 und 10/1943 nach Schweden

1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

5.11.1940 Alex Muschinsky bei Familie Hansen in Noerre Lindelse bei dänischem Census

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht überØresund (Ostsee) nach Schweden retten. Alex Muschinsky nach Schweden

Nachkriegszeit

1945 Alex Muschinsky zurück nach Dänemark

21.11.1947 Einbürgerung der Familie Gideon Muschinsky in Palästina

Gedenken

Quellen

Volkszählung in Dänemark von 1940 – Alexander Josef Muschinsky

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://danielabraham.net/tree/related/hachshara/#muschisky-alex

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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