Ludwig Loeb 21224
*17.3.1905 in Bingen;✡ 16.3.1957 in Mainz
Religion jüdisch
Vater Bernhard Loeb *17.3.1880 in Bingen; ✡?
Mutter Helene Löb geb. Ebstein *4.4.1880 in Mannheim
Schwiegermutter (?) Henriette Kahn *7.7.1882 in Bingen; ✡ ?
Geschwister
Loeb *; ✡?
Beruf –
Adressen -; Augsburg Armenhausgasse
Heirat (?) Erna Loeb geb. Kahn *24.7.1905 in Ingelheim; 1942 in Treblinka
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Hachschara im Beth Chaluz Augsburg
Ludwig Loeb zur Hachschara als Gärtnerpraktikant nach Augsburg, Beth Chaluz in der Armenhausgasse B 121 a (21), Träger war der Hechaluz; das Beth Chaluz befand sich bis 1937 in der Bernheimer-Villa in der Friedberger Straße 9; von Augsburg gingen viele Jugendliche auf das Hachschara Gut Bannacker in Augsburg-Bergheim, der Hechaluz betrieb dort in Haus drei eine landwirtschaftliche Ausbildung
Novemberpogrom
10.11.1938 33 Chaluzim verhaftet in Augsburg im Novemberpogrom, Ludwig Loeb mit insgesamt 28 über 18- Jährigen Chaluzim aus dem Wohnheim für jüdische Auszubildende in der Armenhausgasse, „Schutzhaft“ in Dachau; Häftlingsnummer 21224

8.12.1938 Entlassung aus dem KL Dachau mit der Auflage, Deutschland zu verlassen
5.4.1939 die fünf Chaluzim Hans Bandmann, Fritz Laufer, Heinrich Kampf, Albert Neuner und Hans Wessely aus dem Beit Chaluz Augsburg zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis
Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 4
12.10.1939 Bahnfahrt von Ludwig Loeb ab Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien
14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest
6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen
26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA
15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert
22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa
24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung
29.1.1940 Ankunft von Ludwig Loeb in Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung
29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht
14.2.1940 Registrierung in Atlith
18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager
Juli 1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Ludwig Loeb gibt Julius Masch als Kontaktadresse an
Deportationen
25.3.1942 Henriette Loeb ab Mainz ins Ghetto Piaski

30.9.1942 Bernhard und Helene Loeb mit vier weiteren Jüdinnen aus Bingen ab Darmstadt nach Treblinka
Gedenken
–
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de917502
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de917588
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de917424
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de917581
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420930-19.jpg
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10697792
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429448