Erich Schwarz
*18.4.1909 in Hameln; ✡ ?
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Max Meier Schwarz *4.4.1870 in Jülich; ✡ 12.12.1942 in Theresienstadt
Heirat der Eltern 1.3.1898 in Hameln
Mutter Regina Löwenstein *9.10.1870 Bredenborn, Höxter; ✡ 18.5.1944 in Auschwitz
Geschwister
Anne Schwarz *2.2.1899 in Jülich
Rudolf Schwarz *2.2.1900 in Hameln; ✡ 25.10.1941 in Buchenwald; oo Therese Debald
Frieda Schwarz *10.6.1901 in Hameln; vor 1945 in Polen
Beruf Gärtnerpraktikant
Adressen Hameln; Jülich; Augsburg Armenhausgasse;
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
1911 Umzug der Familie von Hameln nach Jülich
Hachschara im Beth Chaluz Augsburg
Erich Schwarz zur Hachschara als Gärtnerpraktikant nach Augsburg in das Beth Chaluz in die Friedberger Straße 9, dann in der Armenhausgasse B 121 a (21), Träger war der Hechaluz; das Beth Chaluz befand sich bis 1937 in der Bernheimer-Villa in der Friedberger Straße 9; von Augsburg gingen viele Jugendliche auf das Hachschara Gut Bannacker in Augsburg-Bergheim, der Hechaluz betrieb dort in Haus drei eine landwirtschaftliche Ausbildung
Novemberpogrom
10.11.1938 33 Chaluzim verhaftet in Augsburg im Novemberpogrom, Erich Schwarz mit insgesamt 28 über 18- Jährigen Chaluzim aus dem Wohnheim für jüdische Auszubildende in der Armenhausgasse, „Schutzhaft“ in Dachau; Häftlingsnummer 21219

8.12.1938 Entlassung aus dem KL Dachau mit der Auflage, Deutschland zu verlassen
5.4.1939 die fünf Chaluzim Hans Bandmann, Fritz Laufer, Heinrich Kampf, Albert Neuner und Hans Wessely aus dem Beit Chaluz Augsburg zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis
Buchenwald
15.10.1938 Bruder Rudolf eingewiesen von der Gestapo Aachen; der Grund für die Einweisung als „Schutzhäftling“ muss eine vorherige Haftstrafe gewesen sein; er lebte in Mischehe; die Tochter war Judith Schwarz/Yehudit Shmueli Shvartz

25.10.1941 Tod des Bruders Rudolf im Häftlingskrankenbau von Buchenwald
Theresienstadt – Auschwitz
Beide Eltern eingewiesen in die ehemalige Fabrikantenvilla Buth; Sammellager für über 150 Juden in Jülich- Kirchberg

25.7.1942 beide Eltern Schwarz aus der Villa Buth zusammen mit vier Geschwistern der Mutter auf dem Transport VII/2 von Düsseldorf nach Theresienstadt deportiert.
12.12.1942 Tod des Vaters in Theresienstadt

15.5.1944 Mutter Regina auf dem Transport D z von Theresienstadt nach Auschwitz
Zu Erich Schwarz gibt es keine weiteren Daten
Gedenken
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10750011
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5094310
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de970334
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1575434
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de970652
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de970590
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429448