Heinz Bartenstein
*21.1.1921 Breslau; ✡ ?
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Georg Bartenstein *8.2.1876 in Klausberg, OS; ✡ 1.10.1942 in Treblinka
Mutter Friederike Kopplowitz *25.5.1886 in Makoschau; ✡ 1.10.1942 in Treblinka
Geschwister
Adolf Bartenstein*4.2.1908 in Kattowitz; ✡
Beruf Landarbeiter
Adressen Breslau, Herrenstraße 7a; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat ledig
Kinder
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
Heinz Bartenstein zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.
19. Juni 1941 Auflösung Gut Winkel wird vom Hachschara- zum Arbeitseinsatzlager
5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Heinz Bartenstein in Gut Winkel, Spreenhagen
17.5.1939 Heinz Bartenstein mit den Eltern und Bruder Adolf in Breslau, Herrenstraße 7a

September 1939 Heinz Bartensteinauf den Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow
Breslau – Theresienstadt – Treblinka

30.8.1942 Deportation der Eltern auf dem Transport IX/2 von Breslau – Theresienstadt

29.9.1942 beide Eltern auf dem Transport B s von Theresienstadt nach Treblinka
Massenerschießung im Fort IX Kauen
1941 Heinz Bartenstein eingewiesen ins Judenhaus Breslau, Trinitasstraße 4

Der erste Transport mit schlesischen Juden verließ am 25.11.41 den Bahnhof Breslau-Odertor, nachdem die Menschen zuvor im Sammellager am Schießwerderplatz konzentriert wurden. Wie bereits die Züge aus Berlin (17.11.), München (20.11.), Frankfurt/Main (22.11.) und Wien (23.11.) wurde auch der Transport aus Breslau nicht wie ursprünglich vorgesehen nach Riga, sondern ins litauische Kowno geleitet
25.11.1941 nach Ankunft der Juden aus Frankfurt/Main Massenerschießung zusammen mit den zuvor Eingetroffenen aus Berlin und München; vom Einsatzkommando 3 der Einsatzgruppe A des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD wurden insgesamt 2934 Menschen im Fort IX außerhalb der Stadt erschossen.
Unmittelbar nach ihrer Ankunft wurden die Breslauer Juden am 29.11.41 vom Einsatzkommando 3 der Einsatzgruppe A im Fort IX außerhalb von Kowno erschossen
29.11.1941 Tod von Heinz Barteinstein bei Massenerschießung in Fort IX in Kauen
Gedenken
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en837303
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en837311
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en837309
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT421125_3.jpg
https://www.statistik-des-holocaust.de/IX2-51.jpg
https://victims.auschwitz.org/victims
Danuta Czech, Auschwitz Chronicle 1949-1945, Henry Holt and Company, Inc., New York 1990
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316